EU prüft Apple nun auch wegen iCloud Backups

Apple gerät derzeit erneut ins Visier europäischer Wettbewerbshüter. Die italienische Wettbewerbsbehörde untersucht nämlich, ob das Unternehmen die Vorgaben des Digital Markets Act einhält und konkurrierenden Cloud Anbietern denselben Zugang zu wichtigen iPhone und iPad Funktionen gewährt wie dem eigenen Dienst iCloud.

Im Mittelpunkt steht dabei die Datensicherung von Geräten, denn während alternative Cloud Dienste bereits Dateien, Fotos und andere Inhalte speichern können, sind vollständige Remote-Backups bislang ausschließlich über iCloud möglich. Dazu gehören unter anderem Systemeinstellungen, App Daten und weitere Informationen, die bei einem Gerätewechsel automatisch wiederhergestellt werden können.

Die Behörden prüfen nun, ob Apple damit einen entscheidenden Funktionsbereich für Wettbewerber abschottet. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, könnten andere Anbieter künftig Zugang zu den entsprechenden Schnittstellen erhalten und vergleichbare Backup Lösungen anbieten. Die Untersuchung erfolgt in Abstimmung mit der Europäischen Kommission und ist Teil der Umsetzung der neuen EU Digitalgesetze. Für Apple steht dabei ein zentraler Baustein des eigenen Ökosystems auf dem Prüfstand.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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