Windows Update: Microsoft tauscht Zertifikate aus
Nach dem Austausch der alten Secure-Boot-Zertifikate steht bei Microsoft bald bereits der nächste Zertifikatswechsel an. Diesmal geht es um die Zertifikate für Windows Update, deren bisherige Versionen im Mai und Juni 2027 ablaufen. Damit Windows-Geräte auch künftig über den gewohnten Weg mit Updates versorgt werden können, müssen die erforderlichen neuen Zertifikate rechtzeitig installiert sein.
Für die meisten Unternehmen dürfte der Wechsel unkompliziert verlaufen. Microsoft hat die neuen Zertifikate bereits über Windows-Sicherheitsupdates verteilt, sodass aktuelle und unterstützte Systeme in der Regel keine zusätzlichen Maßnahmen benötigen. Wichtig ist allerdings, dass die monatlichen Updates regelmäßig installiert werden. Geräte, die ihre Aktualisierungen über die Windows Server Update Services (WSUS) beziehen, sind von der Umstellung nicht betroffen.
Besonders aufmerksam sollten Administratoren bei älteren Windows-Versionen sein. Windows Server 2016 und 2019 sowie Windows 10 Enterprise 2019 LTSC benötigen Sicherheitsupdates vom Juli 2026 oder neuer bis zum 17. Mai 2027. Für jüngere, noch unterstützte Windows-10-Versionen und ältere Windows-11-Versionen gelten teilweise andere Fristen. Windows 11 24H2 und Windows Server 2025 benötigen mindestens die Sicherheitsupdates vom September 2025. Bei Windows 11 25H2 und neueren Versionen sind die erforderlichen Zertifikate bereits enthalten.
Nach Ablauf der alten Zertifikate können nicht entsprechend aktualisierte Systeme keine Updates mehr über die Windows-Update-Dienste beziehen. Zwar lassen sich Aktualisierungen weiterhin über den Microsoft Update-Katalog herunterladen und manuell oder mithilfe von Verwaltungswerkzeugen installieren, doch ist das auf Dauer keine praktikable Lösung. IT-Verantwortliche sollten deshalb frühzeitig prüfen, welche Geräte im Netzwerk betroffen sein könnten, ausstehende Updates installieren und für nicht mehr unterstützte Windows-Versionen rechtzeitig einen Upgrade-Plan erstellen.