Vodafone testet KI-Übersetzung direkt im Mobilfunknetz
Vodafone und Ericsson testen derzeit neue KI-Funktionen, die direkt im Mobilfunknetz arbeiten. Telefonate sollen sich damit in Echtzeit übersetzen lassen, während störende Hintergrundgeräusche automatisch herausgefiltert werden. Eine zusätzliche App auf dem Smartphone oder spezielle Hardware soll für den Endverbraucher dafür nicht nötig sein.
Im Testnetz werden Gespräche zwischen Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch live übersetzt. Die Funktion soll allerdings nicht einfach im Hintergrund mitlaufen. Erst wenn die Gesprächspartner die Übersetzung ausdrücklich aktivieren, verarbeitet das System die Gesprächsinhalte. Laut Vodafone und Ericsson werden die Daten ohne diese Freigabe weder analysiert noch gespeichert. Auch an Orten mit viel Umgebungslärm, etwa an Bahnhöfen oder Flughäfen, soll die Technik für eine bessere Sprachverständlichkeit sorgen.
Technisch greifen die neuen Funktionen auf Ericssons Kernnetz-Technologie und Vodafones KI-Plattform zurück. Der Test ist Teil des gemeinsamen Projekts "Core Network of the Future" und zeigt, welche Aufgaben künftig direkt im Netz erledigt werden könnten. Wann die Übersetzung und der Geräuschfilter tatsächlich für Kunden verfügbar sein werden, ist allerdings noch offen.
Grundsätzlich klingt die Idee durchaus praktisch, gerade bei internationalen Telefonaten. Gleichzeitig bleibt bei solchen netzbasierten KI-Diensten natürlich auch die Frage nach dem Datenschutz. Auch wenn Anbieter betonen, dass die Verarbeitung sicher erfolgt und Daten anschließend gelöscht werden, findet die eigentliche Verarbeitung zumindest teilweise in der Cloud statt.