Telekom und Starlink wollen Funklöcher in Europa schließen

Die Deutsche Telekom plant gemeinsam mit Starlink einen entscheidenden Schritt gegen hartnäckige Funklöcher. Ab 2028 sollen Smartphones in Deutschland und weiteren europäischen Ländern nämlich direkt mit Satelliten kommunizieren können, wenn kein klassisches Mobilfunksignal verfügbar ist. Ziel ist es, Regionen zu erreichen, in denen der Ausbau von Funkmasten bislang an geografischen Hürden oder strengen Naturschutzauflagen scheitert.

Kern des Vorhabens ist die sogenannte Direct-to-Device-Technologie und komplett neu ist diese nicht, schließlich betreibt T-Mobile US bereits in Amerika zusammen mit Starlink ein ähnliches Angebot. Dabei verbindet sich ein kompatibles Smartphone automatisch mit Satelliten, sobald der Kontakt zum terrestrischen Netz abbricht. Technisch basiert das Konzept auf dem MSS-Spektrum sowie auf einer neuen Generation von Satelliten, die für diese direkte Kommunikation ausgelegt sind. Für Nutzer soll der Übergang nahtlos erfolgen, sodass nicht nur Textnachrichten, sondern perspektivisch auch Telefonate und mobile Daten möglich bleiben.

Neben einer flächendeckenderen Versorgung verspricht sich die Telekom vor allem mehr Stabilität. Bei Naturkatastrophen oder großflächigen Stromausfällen könnten Satellitenverbindungen einspringen, wenn Bodenstationen nicht mehr arbeiten. Damit wird das Mobilfunknetz nicht nur dichter, sondern auch widerstandsfähiger und dürfte den digitalen Alltag damit in Zukunft deutlich zuverlässiger machen.



Starlink von SpaceX arbeitet zukünftig auch mit der Deutschen Telekom zusammen. (Bild: Xgadget.de)
Datum:
05.03.2026, 00:22 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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