Telekom bereitet 50G-PON für künftige Glasfaseranschlüsse vor
Die Deutsche Telekom arbeitet an der nächsten Ausbaustufe ihres Glasfasernetzes. Wie das Unternehmen bestätigt hat, laufen bereits seit 2024 Labortests mit dem neuen Standard 50G-PON. Dieser soll langfristig die heute genutzte XGS-PON-Technik ablösen und deutlich höhere Bandbreiten sowie neue Einsatzmöglichkeiten für FTTH-Anschlüsse ermöglichen.
Noch ist die Technik nicht für Kunden verfügbar. Die Telekom bereitet den späteren Einsatz jedoch gemeinsam mit ihren Netzwerkausrüstern vor und beobachtet gleichzeitig die Entwicklung des Marktes. Zu den wichtigsten Lieferanten der Glasfasertechnik zählen Adtran, Nokia und Huawei. Ein konkreter Starttermin für den Regelbetrieb wurde bislang nicht genannt.
Wie leistungsfähig 50G-PON sein kann, zeigte bereits die österreichische Telekom Tochter Magenta. In einem Laborversuch und anschließend auch im Praxistest wurde über eine einzelne Glasfaser ein Gesamtdurchsatz von 49,5 GBit pro Sekunde erreicht. Der Test lief gleichzeitig mit 50G-PON sowie den älteren Standards XGS-PON und GPON und bestätigte damit die Kompatibilität verschiedener Technologien.
Vor allem Geschäftskunden dürften zunächst von der neuen Technik profitieren. Denkbar sind besonders schnelle Anbindungen für Rechenzentren, Cloud Anbieter oder große Unternehmensstandorte. Für Privatkunden bleibt 50G-PON vorerst eine Zukunftstechnologie. Auch zu den späteren Tarifen gibt es bisher noch keine Angaben - konkrete Preise hat die Telekom ebenfalls nicht veröffentlicht.