SpaceX plant bis zu 100.000 neue Starlink Satelliten
SpaceX hat offenbar bei der US Regulierungsbehörde FCC einen Antrag für bis zu 100.000 weitere Starlink Satelliten eingereicht. Die geplante dritte Generation des Netzwerks soll die aktuell rund 11.000 Satelliten im Orbit langfristig ergänzen und die Kapazität deutlich erhöhen. Nach Angaben des Unternehmens könnte die gesamte Netzwerkleistung mit neuer Technik am Boden um ein Vielfaches wachsen. Wann Nutzer davon tatsächlich profitieren würden, ist allerdings noch offen.
Mit der neuen Generation verspricht SpaceX höhere Geschwindigkeiten, symmetrische Datenübertragung und geringere Latenzen von unter 20 Millisekunden. Ob diese Ziele erreicht werden, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit lagen die gemessenen Geschwindigkeiten teilweise spürbar unter den angekündigten Spitzenwerten. Für den Start der deutlich schwereren Satelliten soll vor allem die noch in Entwicklung befindliche Starship Rakete zum Einsatz kommen.
Das Projekt richtet sich nicht nur an Privatkunden, denn künftig sollen auch Unternehmen, Behörden und eine große Zahl vernetzter Geräte von dem ausgebauten Netzwerk profitieren. Dafür beantragt SpaceX den Zugriff auf zusätzliche Frequenzbereiche. Genau dieser Punkt sorgt jedoch bereits für Kritik, weil mögliche Störungen anderer Satellitensysteme und Funkdienste befürchtet werden.
Bevor das Vorhaben umgesetzt werden kann, muss die FCC allerdings den Antrag prüfen. Im Rahmen des Verfahrens können unter anderem Wettbewerber, Wissenschaftler und Astronomen Stellung nehmen. Gerade aus der Astronomie gibt es bereits Warnungen, dass eine Konstellation dieser Größe die Beobachtung des Nachthimmels deutlich erschweren könnte.