Siri AI bleibt in Europa vorerst weiter außen vor

Mit dem Start von iOS 27 ist eine wichtige Apple-Neuerung in der Europäischen Union weiterhin nicht verfügbar. Siri AI bleibt auf iPhone und iPad vorerst außen vor. Warum das so ist, erklärt unter anderem auch ein aktueller Beitrag der Deutschen Welle und zeigt dabei, wie kompliziert das Verhältnis zwischen Apples KI-Plänen und den europäischen Regeln inzwischen geworden ist.

Im Mittelpunkt steht der Digital Markets Act (DMA), mit dem die EU mehr Wettbewerb zwischen großen Plattformen schaffen will. Apple soll demnach bestimmte Möglichkeiten von Siri AI auch konkurrierenden KI-Assistenten zugänglich machen. Das klingt zunächst nach einer Frage der freien Auswahl, ist bei einem Assistenten mit Zugriff auf persönliche Informationen und Apps aber deutlich schwieriger. Apple verweist deshalb auf Datenschutz, Sicherheit und die Kontrolle über das eigene System. Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben eine Übergangsfrist von 18 Monaten gefordert. Die EU-Kommission sieht die Verantwortung dagegen bei Apple selbst, da das Unternehmen Siri AI bislang nicht in Europa anbietet.

Der Streit zeigt gleichzeitig ein grundsätzliches Problem des DMA, denn die Regeln wurden schlicht zu einer Zeit entwickelt, in der KI-Assistenten mit persönlichem Kontext und weitreichendem App-Zugriff noch keine vergleichbare Rolle spielten. Nun muss die EU klären, wie sich bestehende Wettbewerbsvorgaben auf diese neue Technologie anwenden lassen. Für Nutzer geht es dabei um die Frage, ob sie tatsächlich zwischen verschiedenen KI-Diensten wählen können, ohne dass dabei Datenschutz und Sicherheit auf der Strecke bleiben.

Eine schnelle Lösung ist bislang nicht in Sicht. Apple und die EU-Kommission verhandeln weiter, einen konkreten Termin für die Einführung von Siri AI auf iPhone und iPad in der EU gibt es nicht. Beide Seiten haben allerdings ein Interesse an einer Einigung. Apple will seine neuen Funktionen auch auf einem wichtigen Absatzmarkt anbieten, während die EU vermeiden dürfte, dass europäische Nutzer bei wichtigen technologischen Entwicklungen dauerhaft außen vor bleiben. Bis dahin bleibt Siri AI für EU-Nutzer vor allem auf dem Mac zugänglich, allerdings ebenfalls nicht ohne Einschränkungen.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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