WordPress 7.1 ist da und bringt einige praktische Neuerungen
WordPress 7.1 mit dem Codenamen "Mary Lou" ist erschienen und bringt vor allem für Nutzer des Block- und Site-Editors einige interessante Verbesserungen. Beim responsiven Design lassen sich Blöcke über den Site Editor und die globalen Stile nun gezielt für verschiedene Bildschirmgrößen anpassen, ohne eigenes CSS schreiben zu müssen. Eine integrierte Vorschau für Smartphone und Tablet hilft dabei, das Ergebnis direkt zu kontrollieren. Block-Themes können außerdem eigene Breakpoints über die theme.json definieren.
Auch bei der Medienverarbeitung hat sich einiges getan. Das Komprimieren, Zuschneiden und Erstellen von Vorschaubildern kann direkt im Browser über WebAssembly erfolgen, was den Server entlastet und Probleme bei großen Uploads durch PHP-Speicherlimits oder Timeouts vermeiden soll. Hinzu kommt die native Unterstützung für AVIF, HEIC und HDR-Gain-Maps sowie eine optionale automatische Umwandlung von GIFs in Videos. Das überarbeitete Bildwerkzeug fasst zudem Funktionen wie Drehen, Spiegeln und die Bearbeitung von Metadaten übersichtlicher zusammen.
Für Inhalte gibt es mit "Playlist" und "Tabs" zwei neue Standard-Blöcke. Playlists können Audio samt Wellenform darstellen, während sich Inhalte mit Tabs platzsparend strukturieren lassen. Schaltflächen unterstützen nun auch native Hover-, Focus- und Active-Zustände. Gleichzeitig wurden die Zusammenarbeit und der Editor weiterentwickelt. Kommentare können sich auf einzelne Wörter oder Textbereiche beziehen, Rich-Text enthalten und Teammitglieder per @-Erwähnung benachrichtigen. Der Beitrags-Editor läuft nun wie der Site Editor in einem eigenen Frame, außerdem setzt die Mediathek standardmäßig auf Infinite Scrolling.
Ein wichtiger Punkt betrifft allerdings Plugins. WordPress 7.1 hat geändert, wie IDs von Hook-Callbacks erzeugt werden, was bei bestimmten Plugins zu Problemen führen kann. Auch WP Rocket war davon betroffen. Das Problem wurde dort bereits Anfang Juli gemeldet, inzwischen steht jedoch ein Update bereit, das die Kompatibilität mit WordPress 7.1 wiederherstellt. Wer das Update einspielt, sollte deshalb vor allem bei Caching- und Optimierungsplugins auf aktuelle Versionen achten.