Starlink fürs Smartphone leidet unter wenig Nachfrage

Die Idee klingt nach einem großen Schritt für die mobile Kommunikation, doch in der Praxis bleibt die Nutzung bislang hinter den Erwartungen zurück. T-Mobile hat nämlich jetzt eingeräumt, dass die Satellitenanbindung für Smartphones über Starlink deutlich seltener genutzt wird als prognostiziert. Dennoch sieht das Unternehmen darin eine sinnvolle Ergänzung, vor allem in abgelegenen Regionen wie Nationalparks, wo klassische Mobilfunknetze an ihre Grenzen stoßen.

Für eine monatliche Zusatzgebühr - in Höhe von 10 US-Dollar - erhalten Nutzer die Möglichkeit, auch ohne Netz Textnachrichten zu senden, den eigenen Standort zu teilen und Notrufe abzusetzen. Selbst einfache Medieninhalte lassen sich inzwischen übertragen. Im Alltag scheint das Angebot jedoch noch kein entscheidender Anreiz zu sein, sondern eher eine Sicherheitsfunktion für spezielle Situationen.

Parallel dazu wächst Starlink insgesamt rasant, denn die Zahl der Kunden hat sich innerhalb von zwei Jahren mehrfach erhöht, während gleichzeitig der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer sinkt. Grund dafür sind günstigere Tarife und die Expansion in Länder mit niedrigeren Preisen. Für SpaceX bleibt Starlink dennoch ein zentraler Wachstumstreiber, insbesondere mit Blick auf den geplanten Börsengang.

Technisch steht die Entwicklung noch am Anfang. Aktuell ist die Smartphone-Anbindung auf einfache LTE-basierte Messaging-Dienste beschränkt. Die nächste Generation der Satelliten soll im Laufe des Jahres deutlich mehr ermöglichen und erstmals echte Internetdienste bereitstellen. Allerdings verzögert sich derzeit der Ausbau, da der Transport der neuen Satelliten stark vom noch nicht vollständig etablierten Starship-System abhängt. Erste Tests im All liefen bislang mit nicht funktionsfähigen Modellen.

Sobald die neue Infrastruktur steht, könnte sich die Nutzung grundlegend verändern. Mit vollwertigem Internetzugang direkt aus dem All würde das Angebot deutlich attraktiver werden und sich langfristig als fester Bestandteil moderner Smartphones etablieren.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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