Raspberry Pi 5 mit 16 GB wird aufgrund Speicherkrise deutlich teurer

Raspberry Pi hat die Preise für ausgewählte Modelle mit 16 GB Arbeitsspeicher deutlich angehoben. Wer besonders viel RAM benötigt, muss jetzt tiefer in die Tasche greifen. Als Grund nennt der Hersteller die anhaltend hohen Beschaffungskosten für DRAM und Engpässe bei einzelnen Komponenten. Besonders bei 16-GB-DRAM-Bausteinen fehlen alternative Lieferanten, mit denen sich der Preisdruck abfedern ließe.

Konkret kostet die 16-GB-Variante des Raspberry Pi 5 ab sofort 385 US-Dollar und damit 80 Dollar mehr als zuvor. Beim Compute Module 5 mit 16 GB RAM steigt der Preis um 40 Dollar. In Deutschland liegt der Pi 5 mit 16 GB derzeit bereits bei knapp 420 Euro. Der neue Dollarpreis entspricht umgerechnet etwa 345 Euro, der Aufschlag von 80 Dollar rund 72 Euro. Diese Werte basieren auf dem EZB-Referenzkurs vom 30. Oktober 2026 und sind kein bestätigter deutscher Verkaufspreis, da Steuern und Händlerkonditionen nicht berücksichtigt sind.

Beim Compute Module 5 fallen die Aufschläge mit 40 US-Dollar pro 16-GB-Variante etwas geringer aus, umgerechnet sind das etwa 36 Euro. Der Tastaturcomputer Raspberry Pi 500+ mit 16 GB RAM bleibt dagegen preislich unverändert. Die Erhöhung betrifft also nur ausgewählte Produkte. Raspberry-Pi-Gründer Eben Upton verweist auf fehlende alternative Bezugsquellen für 16-GB-DRAM und weitere Engpässe bei Komponenten. Sollten die Speicherkosten später wieder sinken, will das Unternehmen die niedrigeren Preise weitergeben, einen konkreten Termin dafür gibt es aber nicht.

Für einen Smart-Home-Server wie Home Assistant ist die größte RAM-Ausstattung nicht automatisch die beste Wahl. Entscheidend ist, welche Aufgaben auf demselben Gerät gebündelt werden sollen. Eine Zentrale für Automationen braucht eine andere Kalkulation als ein Rechner, der zusätzlich weitere Dienste oder lokale KI-Anwendungen ausführt. Wer nur einfache Automationen steuert, kann daher getrost zu einer kleineren Variante greifen und spart sich den Aufpreis.

 

Letzte Aktualisierung am 2. November 2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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