Private Claude-Chats tauchten bei Google und Bing auf
Viele Nutzer gehen davon aus, dass Unterhaltungen mit einer KI privat bleiben. Ein aktueller Vorfall rund um den KI-Assistenten Claude zeigt jedoch, dass das nicht immer der Fall ist. Am Wochenende wurde bekannt, dass freigegebene Claude-Chats in den Suchergebnissen von Google und Bing gefunden werden konnten.
Betroffen waren dabei nicht alle Unterhaltungen, sondern nur Chats, die Nutzer bewusst über einen Freigabelink geteilt hatten. Das Problem entstand durch die technische Umsetzung bei Anthropic. Zwar sollten Suchmaschinen über die robots.txt-Datei daran gehindert werden, diese Seiten zu indexieren, doch diese Methode bietet keinen zuverlässigen Schutz, wenn die Links an anderer Stelle im Internet auftauchen.
Google erklärte auf Nachfrage, dass die Verantwortung für den Schutz solcher Inhalte beim Anbieter liege. Die Suchmaschine halte sich an die vorgesehenen technischen Vorgaben und sehe den Fehler daher nicht auf ihrer Seite. Wer bereits Chatverläufe über einen Freigabelink geteilt hat, sollte prüfen, ob diese noch benötigt werden. Falls nicht, ist es sinnvoll, die Freigabe zu entfernen oder den Link zu löschen. So lässt sich vermeiden, dass sensible Inhalte unnötig im Internet auffindbar bleiben.
Komplett neu ist ein solcher Vorfall übrigens nicht, bereits im vergangenen Jahr tauchten Chats von ChatGPT-Nutzern in den Google-Suchergebnissen auf - da entsprechende Chat-Links geteilt wurden.