Micron sichert hohe Speicherpreise bis 2030 ab
Wer auf deutlich günstigere Speicherpreise in den kommenden Jahren hofft, dürfte enttäuscht werden. Der Speicherhersteller Micron hat nämlich nach eigenen Angaben 16 langfristige Kundenvereinbarungen abgeschlossen, die teilweise bereits bis Ende 2030 reichen. Ziel ist es damit, die hohen Gewinnmargen des Unternehmens langfristig abzusichern.
Zu den Vertragspartnern zählen große Cloudanbieter sowie Hersteller von Servern, Unterhaltungselektronik und Fahrzeugen. Die größten Vereinbarungen legen Preisrahmen für DRAM und NAND Flash fest, die sich an den aktuell hohen Marktpreisen orientieren. Für viele Kunden bedeutet das, dass sie auch in den kommenden Jahren kaum mit spürbar sinkenden Kosten rechnen können.
Zusätzlich enthalten die Verträge feste Mindestabnahmemengen, wer also weniger Speicher kauft als vereinbart, muss mit hohen Strafzahlungen rechnen. Damit schafft Micron Planungssicherheit und stabilisiert zugleich das bestehende Marktumfeld. Besonders bemerkenswert ist, dass die Vereinbarungen laut Micron eine Rückkehr zu den deutlich niedrigeren Speicherpreisen früherer Jahre weitgehend ausschließen. Neue Speicherstandards wie DDR6 oder HBM5 sollen allerdings separat verhandelt werden und könnten daher nochmals höhere Preise mit sich bringen.
Mit einem zugesicherten Auftragsvolumen von mindestens 100 Milliarden US Dollar zeigen die Verträge, wie stark die Nachfrage nach Speicher derzeit ist. Für Unternehmens- wie auch Privatkunden bedeutet das vor allem eines: Günstiger Arbeitsspeicher und Flashspeicher werden auf absehbare Zeit eher die Ausnahme bleiben. Kürzlich hat deshalb auch Microsoft die Preise seiner Xbox erneut angehoben und schließt zukünftige weitere Erhöhungen auch nicht mehr aus.