iMac mit M6-Chip: Apple überholt seinen All-in-One nach zwei Jahren
Apple hat gestern, am 27. Oktober 2026, nicht nur neue MacBook Pro Modelle präsentiert, sondern auch eine neue Generation des iMac vorgestellt – es ist damit das erste Update des All-in-One-Desktops seit zwei Jahren. Wie erwartet ist der große Stern der Show nicht das Design, sondern der neue M6-Chip, der den Sprung von der M4- direkt auf die M6-Generation markiert.
M6-Chip: Erster 2-Nanometer-Chip mit zwölf CPU-Kernen
Der M6 ist Apples erster im 2-Nanometer-Verfahren gefertigter Chip, der zuvor bereits im Mac mini 2026 debütierte. Im iMac kommt er in zwei Varianten zum Einsatz:
- 10-Core-Variante (Einstiegsmodell): 2 Superkerne, 3 Performance-Kerne und 5 Effizienzkerne
- 12-Core-Variante: 2 Superkerne, 4 Performance-Kerne und 6 Effizienzkerne
Die beiden Superkerne sind auf maximale Singlethread-Leistung ausgelegt, während die Performance-Kerne primär Multithreading-Aufgaben übernehmen. Die GPU umfasst je nach Modell zehn oder zwölf Kerne und verfügt erstmals über sogenannte Neural Accelerators in jedem einzelnen Grafikkern. Dazu kommen eine doppelte Neural Engine mit jeweils 16 Kernen, hardwarebeschleunigtes Raytracing und eine Speicherbandbreite von bis zu 170 GB/s – gegenüber 120 GB/s beim M4-Vorgänger ein deutlicher Zuwachs.
Bis zu 5-mal schnellere KI-Leistung
Der Fokus des Updates liegt klar auf künstlicher Intelligenz. Apple nennt gegenüber dem iMac mit M4 bis zu 5-mal schnellere On-Device-KI-Leistung. Konkreter werden die Zahlen in alltäglichen Szenarien: In Apps wie Microsoft Excel arbeitet der neue iMac bis zu 1,5-mal schneller als mit M4, Bildbearbeitung und Gaming mit Raytracing sollen bis zu doppelt so flott vonstattengehen. Die SSD fällt dank PCIe 5.0 ebenfalls bis zu doppelt so schnell aus wie beim Vorgänger.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Beim Arbeitsspeicher ist nach wie vor bei maximal 32 GB Schluss – entsprechend eignen sich die Geräte nur für kleinere lokale Sprachmodelle. Nachrüsten lässt sich der RAM ohnehin nicht.
N1-Chip, Wi-Fi 7 und 2,5-Gbit-Ethernet
Abseits des Prozessors hat Apple die Konnektivität modernisiert. Mit dem hauseigenen N1-Chip unterstützt der iMac nun Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 – im Vorgänger waren es noch Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3, wobei der Funkstandard jetzt erstmals auch im Basismodell steckt. Das Vier-Port-Modell bietet zudem 2,5-Gigabit-Ethernet im Netzteil, was Apple eine bis zu 2,5-fach schnellere Kabelverbindung gegenüber der vorherigen Generation nennt.
Die Port-Aufteilung bleibt identisch zum M4-Modell: Das günstigere Modell verfügt über zwei Thunderbolt-/USB-4-Anschlüsse, die größere Variante über vier Thunderbolt-4-Ports.
Display, Design und Ausstattung: Bekanntes bleibt
Optisch bleibt alles beim Alten – kein OLED, kein neues Gehäuse. Der iMac behält sein 24-Zoll-4.5K-Retina-Display (23,5 Zoll diagonal) mit 500 Nits Helligkeit und P3-Farbraum, optional ist weiterhin eine Nano-Textur-Oberfläche erhältlich. Angeschlossen werden können bis zu zwei externe 6K-Displays. Die sieben Farbvarianten Blau, Grün, Pink, Gelb, Lila, Orange und Silber bleiben ebenfalls erhalten, ebenso die 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera mit Desk View, die kraftausgleichenden Woofer, die Hochtöner und die Unterstützung für Spatial Audio und Dolby Atmos. Ein passendes Magic Keyboard und eine Magic Mouse liegen bei.
Preise und Verfügbarkeit
In Deutschland und Österreich bleibt es beim Einstiegspreis des Vorgängers – bei jeweils zwei Kernen mehr:
| Modell | Ausstattung | Preis |
|---|---|---|
| iMac M6, 10-Core CPU/GPU | 16 GB RAM, 256 GB SSD, 2 × Thunderbolt/USB 4 | 1799 Euro |
| iMac M6, 12-Core CPU/GPU | 16 GB RAM, 256 GB SSD, 4 × Thunderbolt 4, 2,5-Gbit-Ethernet | 1999 Euro |
Der Arbeitsspeicher lässt sich beim 10-Core-Modell auf 24 GB aufrüsten, beim 12-Core-Modell auf 24 oder 32 GB. Beim Speicher geht es beim kleineren Modell bis 1 TB, beim größeren bis 2 TB.
Die Vorbestellung startet am morgigen Mittwoch, den 28. Oktober, um 18:10 Uhr deutscher Zeit im Apple Store. Die Auslieferung und der offizielle Verkaufsstart erfolgen am 6. November 2026.
Fazit
Der iMac M6 ist ein klassischer Spec-Bump ohne Überraschungen – aber ein gründlicher. Zwei zusätzliche CPU-Kerne, doppelt so schnelle Grafik, deutlich schnellere SSD, Wi-Fi 7 und mehr Speicherbandbreite zum identischen Einstiegspreis machen das Update für Käufer eines iMac M1 oder älterer Generationen sehr attraktiv. Wer bereits einen iMac mit M4 besitzt, kann dagegen getrost abwarten: Design, Display und die RAM-Obergrenze von 32 GB bleiben unverändert. Spannend bleibt ohnehin, was noch kommt – für den heutigen Mittwoch wird nämlich ein MacBook Pro mit Touchscreen erwartet, und leistungsfähigere Chipvarianten (M6 Pro, Max, Ultra) dürften Apple-Berichten zufolge erst mit der M7-Generation folgen.