HomePod mini 2 setzt auf Sound Glow, S10-Chip und Surround-Sound

Nach sechs Jahren spendiert Apple - im Rahmen des "Welcome home" Events - seinem kompakten Smart Speaker ein erstes echtes Update: Der HomePod mini 2 hält am vertrauten kugelförmigen Design fest, kommt dafür aber in fünf Farben - Weiß, Mitternacht, Blau, Grün und Rosa - und punktet mit einem spürbarem Technik-Upgrade. Im Inneren arbeitet nun der S10-Chip (bekannt aus der Apple Watch), der Musik kontinuierlich analysiert und Lautstärke, Dynamik und Klang an die Wiedergabe anpasst. Apple verspricht ein intensiveres Hörerlebnis mit verbessertem 360-Grad-Sound, wobei der reale Unterschied zum Vorgänger erst Klangtests zeigen müssen.

Die auffälligste Neuerung ist sogenannte "Sound Glow", dabei wird die Touch-Oberfläche beim Abspielen von Musik zur Lichtshow, pulsiert z.B. im Rhythmus, reagiert auf Bässe und Höhen und übernimmt sogar Farben aus dem Albumcover. Auch für Hintergrundgeräusche wie Regen gibt es passende Animationen, die Sprachsteuerung dieser Funktion setzt allerdings ein iPhone mit Apple Intelligence voraus. Wer mehrere Apple-Lautsprecher besitzt, profitiert vom größten Feature: Zusammen mit dem neuen Apple TV 4K (4. Generation) lassen sich erstmals vier HomePods zu einem Surround-System koppeln, das die Lautsprecherpositionen im Raum automatisch erkennt und abstimmt.

Neu ist außerdem die Möglichkeit, den HomePod mini 2 als Standardlautsprecher für einen Mac zu nutzen – Filme, Spiele und FaceTime laufen dann über den kleinen Speaker, sofern der Mac mindestens WLAN 6E unterstützt. Als Smart-Home-Zentrale bleibt der Lautsprecher zudem Ansprechpartner für Lampen, Jalousien und Heizung per Siri, ermöglicht die Fernsteuerung von unterwegs und erkennt die Alarmtöne von Rauch- oder Kohlenmonoxidmeldern – was allerdings keinen echten Sicherheitsmelder ersetzt. Eine vollwertige Siri-AI-Version direkt auf dem Lautsprecher kündigte Apple hingegen bislang nicht an.

In Deutschland kostet der HomePod mini 2 stolze 169 Euro und ist seit gestern im Apple Online Store vorbestellbar. Die ersten Geräte sollen am 30. Oktober 2026 ausgeliefert werden. Mit seinem neuen Preis liegt er übrigens 70 Euro über dem ursprünglichen Einführungspreis von 99 Euro aus dem Jahr 2020. Wer bereits einen HomePod mini besitzt und hauptsächlich Musik hört, Timer stellt oder Licht per Siri steuert, hat somit wenig Grund zum Wechsel. Die Lichtanimationen, die Mac-Anbindung und vor allem das Surround-Setup mit vier Lautsprechern sind dagegen vor allem für Nutzer mit mehreren Apple-Geräten interessant – wobei das komplette 4-Lautsprecher-Arrangement plus Apple TV 4K schnell einen vierstelligen Betrag kostet. Bis zum Marktstart am 30. Oktober 2026 lohnt sich für Unentschlossene ohnehin der Blick auf die ersten Klangtests.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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