DeepL Voice: Echtzeit-Übersetzung bewahrt jetzt auch Stimme

Mit neuen Sprachmodellen für DeepL Voice hat DeepL seine Echtzeit-Übersetzungsfähigkeit weiterentwickelt und soll künftig nicht mehr nur der gesprochene Inhalt in eine andere Sprache übertragen werden. Auch charakteristische Merkmale der Stimme wie etwa Tonfall, Sprechtempo, Betonung und Emotionen sollen erhalten bleiben. Dadurch sollen beispielsweise Fragen weiterhin wie Fragen klingen und Begeisterung oder Dringlichkeit auch in der Übersetzung erkennbar bleiben.

Besonders interessant ist die Funktion für Gespräche mit mehreren Personen. Die verschiedenen Sprecher sollen auch in der übersetzten Version unterscheidbar bleiben, ohne dass dafür zuvor Sprachproben gespeichert oder persönliche Sprachprofile angelegt werden müssen. Die neue Sprachbeibehaltung ist zunächst für zwölf Sprachen verfügbar und kann unter anderem bei Online-Meetings, persönlichen Gesprächen und über die DeepL API for Voice eingesetzt werden.

Parallel dazu bringt DeepL eine Voice-Desktop-App für Windows und Mac an den Start. Sie soll Übersetzungen in Zoom, Microsoft Teams und Google Meet ermöglichen und laufende Besprechungen automatisch erkennen. Nutzer können dabei zwischen übersetzten Untertiteln, einer gesprochenen Übersetzung oder einer Kombination aus beidem wählen. Die Voice-to-Voice-Übersetzung für Online-Meetings ist laut DeepL bereits allgemein verfügbar, während eine browserbasierte Variante für externe Teilnehmer noch getestet wird.

Mit dem Ausbau positioniert sich DeepL stärker im Wettbewerb mit großen KI-Anbietern wie Google und OpenAI. Das Kölner Unternehmen richtet seine Sprachtechnologie dabei vor allem an Firmenkunden. Ziel ist es, Sprache und Dokumente über verschiedene Anwendungen hinweg einheitlich zu verarbeiten und dabei auch die jeweilige Unternehmensterminologie konsistent zu berücksichtigen. Die Entwicklung kommt zudem in eine Phase des Umbaus: Denn DeepL hatte im Mai 2026 den Abbau von rund 250 Stellen angekündigt und gleichzeitig eine stärkere Automatisierung der eigenen Arbeitsabläufe mit KI in Aussicht gestellt.

Tags:

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

Alle Artikel von Stefan Kröll →
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* gesponserter Link
Blogverzeichnis - Bloggerei.de