Claude Opus 4.7 benötigt noch mehr Token
Mit Claude Opus 4.7 hat Anthropic nun ein neues KI-Modell an den Start gebracht, das vor allem durch eine deutlich präzisere Umsetzung von Anweisungen auffällt. Im Vergleich zum Vorgänger liefert es in nahezu allen Bereichen bessere Ergebnisse und arbeitet auch bei komplexen und langwierigen Aufgaben zuverlässig und konsistent. Besonders im Coding zeigt sich der Fortschritt, da selbst anspruchsvolle Projekte mit weniger Kontrolle durch den Menschen umgesetzt werden können.
Eine zentrale Neuerung liegt dabei in der wörtlichen Auslegung von Eingaben. Das Modell folgt Anweisungen so genau, dass ältere Prompts teilweise nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Nutzer sollten ihre bisherigen Eingaben daher überprüfen und anpassen. Gleichzeitig verbessert Opus 4.7 die Analyse von Finanzdaten, erstellt überzeugendere Präsentationen und verknüpft einzelne Arbeitsschritte effizienter. Auch der Umgang mit Speicher wurde optimiert, sodass über mehrere Sitzungen hinweg weniger Kontext notwendig ist.
Die gesteigerte Leistungsfähigkeit hat jedoch ihren Preis, denn in vielen Fällen steigt der Tokenverbrauch deutlich. Dem lässt sich entgegenwirken, indem das Modell gezielt zu knapperen Antworten angehalten wird. Anthropic stellt dafür immerhin eigene Empfehlungen bereit, um die Nutzung effizient zu halten.
Im Hintergrund bleibt ein noch leistungsfähigeres Modell unter Verschluss. Claude Mythos Preview übertrifft Opus 4.7 in Benchmarks, ist jedoch wegen seiner Fähigkeiten im Bereich IT-Sicherheit bisher nur eingeschränkt für einige Großunternehmen verfügbar.