Bitcoin unter Druck – 60.000-Dollar-Marke rückt in den Fokus

Der Bitcoin steht weiter unter Verkaufsdruck und ist am Donnerstagmorgen (04. Juni 2026) zeitweise auf etwa 61.300 Dollar gefallen. Damit erreichte die Kryptowährung den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Zwar setzte im Anschluss eine leichte Erholung auf über 64.000 US-Dollar ein, die Stimmung am Markt bleibt jedoch angespannt. Gegen Mittag rutschte der Kurs nämlich erneut ab und notiert derzeit bei etwa 62.750 US-Dollar pro Bitcoin.

Auslöser der Schwäche sind mehrere Faktoren, hier belasten vor allem die anhaltenden Kapitalabflüsse aus den US-Spot-ETFs den Markt. Gleichzeitig wurden innerhalb eines Tages Long-Positionen im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar liquidiert. Auch die Risikobereitschaft vieler Anleger hat aktuell nachgelassen. Geopolitische Unsicherheiten und attraktivere Renditen bei Technologieaktien sorgen zudem zusätzlich für Gegenwind.

Die Verunsicherung zeigt sich auch an den Stimmungsindikatoren, denn Prognosemärkte rechnen zunehmend mit einem möglichen Rückgang unter 60.000 Dollar und der Fear & Greed Index signalisiert inzwischen extreme Angst. Daten vom Terminmarkt deuten ebenfalls auf eine schwierige Lage für spekulative Käufer hin.

Charttechnisch richtet sich der Blick nun auf die wichtige Unterstützungszone um 60.000 Dollar. Sollte diese halten, könnte sich der Markt vermutlich stabilisieren und die Verkaufswelle an Dynamik verlieren. Fällt die Marke jedoch, droht eine weitere Verschärfung der Abwärtsbewegung.

Seit dem Rekordhoch von mehr als 126.000 Dollar im Oktober hat Bitcoin bereits rund die Hälfte seines Wertes verloren. Für risikobereite Anleger könnte die aktuelle Schwächephase dennoch eine interessante Gelegenheit zum Nachkauf sein. Die hohe Abwärtsdynamik macht die Lage jedoch weiterhin anspruchsvoll. Wie üblich zieht der negative Bitcoin-Trend auch sämtliche andere populäre Kryptowährungen (Altcoins) mit sich - so belaufen sich die 7-Tage-Verluste bei "Bitcoin Cash" auf über 26 Prozent und liegen somit noch etwa 10 Prozent höher als beim Bitcoin.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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