Bitcoin: Die Geschichte digitaler Währungen

Trotz dauerhaften, teils deutlichen, Währungsschwankungen konnte sich der Bitcoin und andere Kryptowährungen bislang gut halten und ist nicht, wie von vielen Crash-Propheten behauptet, ins Bodenlose abgestürzt. In diesem Artikel möchten wir euch deshalb die Geschichte der Digitalwährung etwas näher bringen und werfen auch einen Blick auf die aktuellen Anwendungszwecke.

Die Entstehung des Bitcoin

Das eigentliche Konzept hinter Digitalwährungen entstand bereits im Jahre 1998, hauptsächlich verantwortlich war dafür der Computeringenieur Wei Dai, der diese Idee über eine Mailingliste publik machte. Doch bis zur ersten Umsetzung, in Form von Bitcoin, strichen anschließend noch weitere 10 Jahre ins Land.

Im Jahr 2008 wurde die ursprüngliche Idee von Wei Dai nämlich von Satoshi Nakamato aufgegriffen und daraufhin der Bitcoin Core entwickelt. Welche Person genau hinter Satoshi Nakamato ist unbekannt, zwar gab es in den letzten Jahren zahlreiche Spekulationen und Gerüchte, doch der eindeutige Beweis steht immer noch aus.

Die ersten tatsächlichen Bitcoin’s wurden am 03. Januar 2009 erzeugt und wurden als Alternative zu dem bisherigen Bankensystem beworben. Im Zuge der Finanzkrise hätte der Release-Zeitpunkt des Bitcoin nicht passender sein können und so griffen auch ziemlich bald die erste Tech-Magazine diese Story auf.

Wertentwicklung

Mit zunehmender Popularität stieg dann auch der Wert eines Bitcoin’s immer schneller. Während man die Digitalwährung in den Anfangsjahren noch nahezu geschenkt bekam (Im März 2010 lag der Preis bei lediglich 0,003 US-Dollar je Bitcoin), lag der Preis im Februar 2011 schon bei einem US-Dollar.

Die erste Blasenbildung war dann nicht mehr weit entfernt und erreichte am 08. Juni 2011 mit 31 US-Dollar je Bitcoin ihren Höhepunkt, daraufhin platze diese und der Preis des Bitcoin fiel bis auf zwei US-Dollar im Dezember 2011.

Trotz der hohen Volatilität sorgte dies dennoch zu einer immer stärker währenden Nachfrage, so wurden im April 2013 stolze 233 US-Dollar und im November 2013 schon 1.000 US-Dollar für einen Bitcoin bezahlt. Einen ähnlich starken Verlauf gab es auch im Jahre 2017 als der Bitcoin seinen bisherigen Höchstwert von 19.783 US-Dollar erreichte.

Im Folgejahr rutschte der Preis dann auf unter 3.300 US-Dollar ab, konnte sich mittlerweile allerdings stabilisieren und wird derzeit wieder für über 9.000 US-Dollar gehandelt. Die zukünftige Wertentwicklung ist wie bei anderen Anlageklassen natürlich völlig offen und muss von jedem selbst beurteilt werden.

Anwendungszwecke

Da es sich beim Bitcoin um eine Digitalwährung handelt, kann diese ebenso wie normales Geld verwendet werden. Kryptowährung lasst sich für sowohl für normale Einkäufe als auch für Bitcoin Blackjack verwenden und lässt sich äußerst flexibel einsetzen. Voraussetzung ist lediglich, dass der jeweilige Handelspartner auch Zahlungen mittels Digitalwährungen akzeptiert.

Doch neben den normalen Zahlungsvorgängen zwischen zwei Parteien, wird der Bitcoin auch immer öfters als dauerhafter Wertspeicher genutzt. Ähnlich wie Gold oder andere Edelmetalle rücken zunehmend auch Digitalwährungen in den Fokus von Investoren. Da es beim Bitcoin nur eine festgelegte Maximalmenge von 21 Millionen Stück gibt, ist dieser ähnlich wie Gold, nicht in unbegrenztem Umfang vorhanden und kann damit als Anlageobjekt verwendet werden. Im Vergleich zu Papiergeld, das stark inflationär ist, sind Digitalwährungen (bis auf wenige Ausnahmen) meist deflationär ausgelegt.

Wie bei jedem anderen Anlageobjekt können übrigens auch Bitcoin’s auf sogenannten Kryptobörsen gehandelt werden. Day-Trader und Investoren können dort mit Digitalwährungen auf steigende oder sinkende Preise wetten, wie dies auch im normalen Aktienmarkt der Fall ist.



(Bild: bitcoin.org)
Datum:
18.07.2020, 00:05 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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