Xbox-Preise steigen deutlich: Aufschlag jetzt auch in Deutschland

Microsoft hat die im Juni angekündigte Preisrunde für die Xbox Series X und Series S nun auch für den deutschen Markt bestätigt. Während im Juni zunächst nur die US-Preise bekannt waren, zeigt sich jetzt: Hierzulande fällt der Aufschlag mit bis zu 200 Euro noch happiger aus als ursprünglich befürchtet.

Die neuen Preise im Überblick

Je nach Modell und Speichergröße unterscheidet sich die Erhöhung deutlich, am stärksten trifft es die Varianten mit 1 TB Speicher.

Modell Preis alt Preis neu
Xbox Series S (512 GB) 349,99 Euro 499,99 Euro
Xbox Series S (1 TB) 399,99 Euro 599,99 Euro
Xbox Series X (1 TB, digital) 549,99 Euro 749,99 Euro
Xbox Series X (1 TB, mit Laufwerk) 599,99 Euro 799,99 Euro

Die Series S kostet damit inzwischen rund 50 Prozent mehr als zum Marktstart – ein Preisniveau, das dem ursprünglichen Einstiegskonzept der Konsole als günstige Digitalvariante ziemlich widerspricht.

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Woher der Speicher-Engpass kommt

Microsoft begründet den Schritt offiziell mit explodierenden Kosten für Speicherbausteine, RAM habe sich um mehr als das 2,5-Fache verteuert, für Herbst 2027 rechnet der Konzern mit einer weiteren Verdopplung. Hintergrund ist laut Marktbeobachtern wie TrendForce eine globale DRAM- und NAND-Knappheit: Im zweiten Quartal 2026 zogen die Vertragspreise für DRAM um 58 bis 63 Prozent gegenüber dem Vorquartal an, nachdem sie zuvor bereits um rund 90 Prozent gestiegen waren; NAND-Speicher legte im selben Zeitraum um 70 bis 75 Prozent zu.

Als treibender Faktor gilt der massive Ausbau von KI-Rechenzentren, der weltweit Speicherkapazitäten bindet und damit die Verfügbarkeit für Consumer-Hardware wie Spielekonsolen verknappt. Parallel dazu hat Microsoft bereits im Juni angekündigt, rund 1.600 Stellen im Xbox-Bereich zu streichen, was zeigt, wie stark der Speicherengpass mittlerweile das gesamte Konsolengeschäft unter Druck setzt.

Sony zieht schon länger mit

Microsoft ist mit dieser Entwicklung nicht allein, denn Sony hatte bereits Anfang April sämtliche PlayStation-5-Modelle in Europa um jeweils 100 Euro verteuert: Die PS5 mit Laufwerk kostet seither 649,99 Euro statt 549,99 Euro, die Digital Edition 599,99 Euro statt 499,99 Euro und die PS5 Pro 899,99 Euro statt zuvor 799,99 Euro. Auch das PlayStation Portal wurde um 30 Euro teurer und liegt jetzt bei 249,99 Euro. Als Begründung nannte Sony ebenfalls die anhaltende DRAM-Krise sowie zusätzlichen wirtschaftlichen Druck durch Importzölle.

Was das für Käufer bedeutet

Damit liegen Xbox Series X und PS5 preislich inzwischen fast gleichauf: Beide Hersteller bewegen sich für die Top-Modelle Richtung 800 bis 900 Euro. Wer noch eine Konsole zum alten Preis ergattern möchte, sollte gezielt nach Restbeständen im Handel suchen – solange der Speichermarkt angespannt bleibt, ist mit weiteren Preisrunden zu rechnen, zumal Microsoft selbst bis Herbst 2027 nochmals eine Verdopplung der Speicherkosten erwartet.

Letzte Aktualisierung am 3. August 2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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