HBO Max geht in Deutschland gegen Passwort-Sharing vor
Der Streamingdienst HBO Max verschärft seine Regeln beim Teilen von Zugangsdaten. Wie der Mutterkonzern Warner Bros. Discovery angekündigt hat, soll die bereits in den USA gestartete Maßnahme 2026 weltweit, und damit auch in Deutschland, greifen.
In den Vereinigten Staaten können Abonnenten seit August gegen eine monatliche Gebühr ein zusätzliches Profil für Personen außerhalb des eigenen Haushalts freischalten. Technische Prüfungen sollen dabei erkennen, ob ein Account regulär genutzt wird oder ob Zugangsdaten unerlaubt geteilt werden. Ähnliche Modelle haben sich in der Branche bereits etabliert und werden auch von Netflix oder Disney+ angewendet.
Die neuen Regeln sind Teil einer größeren Neuausrichtung. Neben strengeren Kontrollen setzt das Unternehmen auf Expansion in Europa und auf Inhalte, die langfristig Abonnenten halten sollen. Parallel arbeitet der Dienst auch an Produktverbesserungen, um die Nutzung zu erhöhen und Kündigungen zu reduzieren.
Künftig dürfte übrigens auch das Werbegeschäft an Bedeutung gewinnen. Günstigere, werbefinanzierte Tarife sollen international ausgebaut werden. Gleichzeitig rückt die Profitabilität stärker in den Fokus: Statt regelmäßig Abonnentenzahlen zu veröffentlichen, will sich der Konzern stärker an Umsatz und Gewinn orientieren.
