Erste Tesla-Robotaxis fahren ganz ohne Aufsicht
Tesla hat in Austin nun einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum autonomen Fahren gesetzt. Seit dem 22. Januar 2026 sind dort nämlich erstmals Robotaxis unterwegs, in denen kein Sicherheitsfahrer mehr mitfährt. Die Verantwortung liegt nun vollständig bei der Software, was Elon Musk öffentlich als Durchbruch für das eigene Autonomieprogramm bezeichnete.
Noch ist dieser Schritt allerdings eher symbolisch als skalierend. Nach Angaben von Teslas Autonomiechef Ashok Elluswamy handelt es sich lediglich um zwei bis drei unbeaufsichtigte Fahrzeuge, die in eine deutlich größere, weiterhin überwachte Flotte eingebettet sind. Insgesamt betreibt Tesla in Austin etwas mehr als 30 Robotaxis auf Basis des Model Y, die seit Mitte 2025 im Einsatz sind. Das Angebot startete mit einem festen Fahrpreis, wurde später verteuert und schließlich auf eine kilometerbasierte, dynamische Preisgestaltung umgestellt.
Technologisch geht Tesla weiterhin einen eigenständigen Weg, denn die Fahrzeuge verlassen sich ausschließlich auf Kameras und neuronale Netze, gesteuert von der aktuellen FSD-Software und der sogenannten Hardware 4. Auf zusätzliche Sensoren wie Lidar oder Radar verzichtet der Hersteller bewusst, ein Ansatz, der die Kosten massiv senkt, aber theoretisch auch Risiken birgt. Konkurrent Waymo verfolgt das Gegenmodell mit aufwendiger Sensorik und deutlich höheren Hardwarekosten, kann dafür jedoch auf eine umfangreiche Sicherheitsstatistik und Millionen fahrerloser Kilometer verweisen.
Während Waymo also laut Studien deutlich weniger schwere Unfälle als menschliche Fahrer verursacht, fällt Teslas bisherige Bilanz noch durchwachsen aus. Seit dem Start des Robotaxi-Dienstes wurden mehrere Unfälle gemeldet, statistisch deutlich häufiger als bei menschlichen Fahrern.
