Das iPhone X im Langzeittest

Seit dem 17.11.2017 bin ich stolzer Besitzer eines iPhone X, damit auch Zeit genug um ein ausführliches Review über das neuste Smartphone aus dem Hause Apple zu schreiben. Ich habe mich damals für die weiße Variante mit der höchsten Speicherausstattung entschieden und das Gerät direkt über den Apple Online Store gekauft.

Bestellung & Preis

Als echter Apple Enthusiast musste das Gerät selbstverständlich direkt am ersten Tag vorbestellt werden, das war am 03.11.2017 und obwohl ich innerhalb der ersten fünf Minuten den Bestellvorgang abgeschlossen hatte, reichte dies nicht mehr aus um das Gerät direkt eine Woche später geliefert zu bekommen.

Neben der schlechten Verfügbarkeit setzte Apple zudem auch mit dem Preis neue Maßstäbe. Stolze 1149 Euro verlangt der Konzern für die kleinste Speicherkonfiguration mit 64 GB, das 256 GB Modell schlägt sogar mit 1319 Euro zu Buche. Absoluter Wahnsinn, doch auch die Top-Modelle der Android Konkurrenz liegen mittlerweile bei guten 1000 Euro.

Warum das iPhone X?

Der Hauptgrund für den Wechsel zum neusten iPhone X, war mein mittlerweile in die Jahre gekommenes iPhone 6. Dieses Modell aus dem Jahr 2014 hatte Apple damals mit nur einem Gigabyte Arbeitsspeicher bedacht und war somit schon zum Release äußerst grenzwertig dimensioniert, in meinem täglichen Arbeitsablauf störte mich vor allem das häufige Neuladen der App’s sowie der relativ schwache Akku.

Mit dem iPhone X bietet Apple erstmals eine relativ lange Akkulaufzeit in einem kleinen Formfaktor sowie massig Arbeitsspeicher: Mit drei Gigabyte RAM sollte das Gerät gut durch die nächsten Jahre kommen.

Highlights & Technische Daten

Das absolute Alleinstellungsmerkmal des iPhone X ist ohne Zweifel der neue FaceID Entsperrmechanismus, noch nie war das entsperren eines Smartphones angenehmer und zuverlässiger. Da ich auch noch mein altes iPhone 6 als Zweitgerät teilweise mitnutze, merkt man hier doch deutlich den Rückschritt wenn man nach längerer Zeit wieder Touch ID benutzen muss. Etwas nervig allerdings: Hält man das iPhone X im Querformat funktioniert die Face ID Entsperrung nicht… .

Ein weiteres Highlight dürfte beim neusten iPhone-Modell natürlich auch das OLED-Display sein, Apple hat es hier durch den Verzicht des Homebuttons geschafft ein tolles Display nahezu randlos zu verbauen. Die sogenannte „Notch“, an der Oberseite wo sich auch die Frontkamera sowie die Face ID Einheit befindet, stört erstaunlich wenig bei der alltäglichen Nutzung.

Als Kamerasystem wird im iPhone X wohl ein nahezu indentisches Modul wie im iPhone 8 Plus verbaut. Videoaufnahmen sind mit 4K-Auflösung sowie 60 fps mögich, die Aufnahmen sind meist recht gut, bei schwachen Lichtverhältnissen gibt es allerdings weiterhin Bildrauschen – hier zeigen sich immer noch deutlich die Schwächen der kleinen Bildsensoren mit denen auch Kompaktkameras zu kämpfen haben.

Kommen wir nun noch zum Hauptprozessor, dem von Apple hochgelobten, A11 Bionic CPU. Dieser hat es tatsächlich in sich, wenn man sich beispielsweise die Benchmarkergebnisse von Geekbench anschaut: Der A11 Bionic erreicht hier, zumindest kurzzeitig, Rechenleistung die man so auch im MacBook Pro (Core i5) aus dem Jahre 2017 vorfindet – beeindruckend. Natürlich lässt sich diese enorme Leistung aufgrund der Wärmeentwicklung nur begrenzt nutzen, bietet aber beim Videokonvertieren oder schneiden mit iMovie einen merkbaren Leistungsunterschied im Vergleich zu älteren iPhone-Modellen.

Fazit

Ohne Zweifel zeigt Apple mit dem iPhone X nach langer Zeit mal wieder echte Innovation. Der konsequente Verzicht auf Homebutton inkusive TouchID zwing den Anwender zum Umdenken und dank des neuen, relativ ausgereiften, FaceID macht das auch noch Spass. Preislich liegt das Gerät allerdings weit entfernt von gut und böse, wer auf technische Innovation steht und die „Zukunft“ schon jetzt erleben möchte, dem bleibt allerdings nichts anderes übrig als hier zuzugreifen.



Das neue iPhone X im ausführlichen Test - Hier: iPhone X - Verpackung (Bild: Xgadget.de)
Datum:
18.02.2018, 20:43 Uhr
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