Vivid Money macht das kostenlose Konto deutlich unattraktiver
Die Neobank "Vivid" verschärft aktuell die Bedingungen für die kostenfreie Nutzung seines Standardkontos. Kunden werden derzeit über neue Konditionen informiert und müssen diesen bis zum 20. Oktober 2026 zustimmen. Wer nicht zustimmt, muss offenbar mit einer Kündigung des Kontos rechnen.
Teurer wird es vor allem für Kunden, die ihr Konto nur wenig nutzen. Die monatliche Gebühr für inaktive Standard-Konten steigt von 3,90 auf 4,90 Euro. Komplett vermeiden lässt sie unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin, allerdings gelten dafür künftig höhere Hürden. Statt 1000 Euro müssen zukünftig durchschnittlich 3000 Euro auf den Vivid-Konten liegen. Dafür werden künftig Money-, Invest- und Krypto-Konten gemeinsam berücksichtigt. Alternativ müssen im jeweiligen Vormonat mindestens 1.000 Euro mit der Vivid Card umgesetzt werden. Bargeldabhebungen und sogenannte Quasi-Cash-Umsätze zählen dabei nicht.
Eine physische Karte kostet bei Erst- oder Neuausstellung 19,90 Euro zuzüglich Versand. Bargeldabhebungen sind bis 200 Euro pro Monat kostenlos, wobei pro Abhebung mindestens 50 Euro ausgezahlt werden müssen. Darüber hinaus oder bei kleineren Beträgen fallen 3 Prozent Gebühren, mindestens aber 1 Euro an. Für Zahlungen und Abhebungen in Fremdwährungen berechnet Vivid Money zudem einen Aufschlag von 1 Prozent auf den Wechselkurs. Drei zusätzliche Pockets kosten 1,99 Euro monatlich.
Bei den Nutzern fällt die Reaktion auf die Änderungen (wenig überraschend) überwiegend kritisch aus. Einige berichten, ihr Konto bereits gekündigt oder leergeräumt zu haben, während manche andere die neuen Vorgaben vor allem für Gelegenheitsnutzer als unattraktiv empfinden.
Wer Vivid also nur gelegentlich nutzt, muss künftig genauer darauf achten, ob sich das Konto unter den neuen Bedingungen überhaupt noch kostenlos betreiben lässt.