Telekom eröffnet KI-Rechenzentrum in München
Mit der Inbetriebnahme ihres bislang größten KI-Rechenzentrums im Münchner Tucherpark setzt die Deutsche Telekom jetzt ein deutliches Signal für den Ausbau leistungsfähiger und souveräner KI-Infrastruktur in Deutschland. Der Standort richtet sich gezielt an europäische Unternehmen und Institutionen, die ihre KI-Modelle sicher und unabhängig betreiben oder trainieren wollen.
Kern des Projekts ist der Aufbau einer Industrial AI Cloud durch die Telekom-Tochter T-Systems gemeinsam mit dem Partner Polarise. In mehreren unterirdischen Technikräumen sollen schrittweise bis zu 10.000 KI-Beschleuniger installiert werden, basierend auf moderner Nvidia-Technologie. Schon im Endausbau erreicht das Rechenzentrum eine Rechenleistung von rund 0,5 Exaflops für KI-Anwendungen – das ist genug, um etwa die Hälfte der aktuell in Deutschland verfügbaren KI-Performance abzudecken.
Bemerkenswert ist auch der Weg zum Ziel: Statt eines Neubaus wurde ein bestehendes Rechenzentrum umfassend modernisiert. Das mehrstöckige Untergrundgebäude nutzt Wasser aus dem benachbarten Eisbach zur Kühlung und verbindet so hohe Leistungsdichte mit effizienter Energieversorgung.
Derzeit stehen 12 Megawatt Strom- und Kühlleistung zur Verfügung, perspektivisch ist eine Erweiterung auf 20 Megawatt vorgesehen. Erste Server sind bereits im Kundeneinsatz, weitere Ausbaustufen folgen. Mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro unterstreicht die Telekom hier unter anderem den strategischen Stellenwert des Projekts und macht München damit zu einem zentralen Knotenpunkt für die nächste Generation europäischer KI-Infrastruktur.
