Spotify wächst weiter – doch die Börse reagiert nervös
Der Streamingdienst Spotify bleibt weiterhin auf Wachstumskurs und erreicht einen neuen Meilenstein bei seinen zahlenden Kunden. Im ersten Quartal 2026 zählte das Unternehmen 293 Millionen Premium-Abonnenten und legt damit innerhalb eines Jahres um 25 Millionen Nutzer zu. Auch insgesamt wächst die Plattform noch deutlich. Die monatlich aktiven Nutzer steigen von 678 auf 761 Millionen, was die bislang starke Marktposition unterstreicht.
Co-CEO Alex Norström spricht von solidem Fortschritt und hebt insbesondere das hohe Engagement der Nutzer hervor. Die Zahlen liegen weitgehend im Rahmen der Erwartungen, wie auch das Wall Street Journal berichtet. Für das laufende Quartal peilt Spotify bereits die Marke von 299 Millionen zahlenden Abonnenten an.
Finanziell zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild. Der Umsatz erreichte 4,5 Milliarden Euro, der Gewinn lag bei 721 Millionen Euro. Damit setzt sich die Entwicklung fort, nachdem Spotify erst Ende 2024 erstmals profitabel geworden war. Gleichzeitig fällt der Ausblick allerdings vorsichtiger aus als erhofft. Das Unternehmen rechnet im kommenden Quartal mit einem geringeren Betriebsgewinn als von Analysten erwartet.
Diese Zurückhaltung sorgt für Unruhe an den Märkten, so verlor die Aktie deutlich an Wert, was vor allem auf die gedämpften Erwartungen zurückgeführt wird. In den vergangenen Jahren hatte Spotify mehrfach an der Preisschraube gedreht, um profitabler zu werden. Auch in Deutschland sind die Abo-Kosten zuletzt spürbar gestiegen.