Russland unterbindet WhatsApp-Nutzung

Laut Berichten verschiedener internationaler Medien zufolge, ist WhatsApp in Russland faktisch nicht mehr nutzbar, da der Zugang gesperrt und die App aus staatlichen Plattformen entfernt wurde. Für viele der geschätzt rund 100 Millionen registrierten russischen Nutzer bedeutet das, dass der populäre Messenger wohl nur noch über Umwege wie VPN funktionieren dürfte.

Offiziell begründet die Regierung den Schritt mit Verstößen gegen nationale Vorgaben. Unternehmen müssten sich an russische Gesetze halten, etwa zur Datenspeicherung im Inland. Kritiker sehen jedoch ein anderes Motiv, denn Russland möchte, dass die Nutzer zu „Max“ wechseln, einem staatlich geförderten Messenger ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die App ist als sogenannte Super-App konzipiert und verknüpft Chatfunktionen mit Behördendiensten.

Die Entwicklung passt in ein größeres Bild, schließlich war auch Telegram zuletzt von Störungen in Russland betroffen. Selbst kremlnahe Stimmen warnten vor Nebenwirkungen, da die Plattform für Information und Kommunikation, auch im militärischen Kontext, eine wichtige Rolle spielt.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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