Private E-Scooter werden in Deutschland immer beliebter
E-Scooter gehören längst zum Straßenbild in Deutschland und werden vor allem für kurze Wegstrecken genutzt. Für Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Im Jahr 2025 waren in Deutschland rund 1,66 Millionen E-Scooter versichert, etwa 320.000 mehr als im Jahr zuvor. Damit hat sich der Bestand seit 2022 sogar mehr als verdoppelt.
Der Anstieg geht dabei übrigens vollständig auf private Fahrzeuge zurück. Ihre Zahl wuchs von 1,01 auf 1,34 Millionen. Gleichzeitig sank die Zahl der versicherten Miet-Scooter nämlich von 331.000 auf rund 300.000 ab. Der tatsächliche Bestand bei den Privatnutzern dürfte allerdings noch höher sein, da beispielsweise ungenutzte Fahrzeuge oder E-Scooter ohne gültige Versicherungsplakette nicht erfasst werden.
Mit der wachsenden Zahl der Fahrzeuge nehmen wenig überraschend auch die Unfälle zu. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 2025 insgesamt 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Verletzten - dabei kamen 38 Menschen ums Leben. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 wurden noch 8.341 Unfälle mit Personenschaden registriert.
Auffällig ist zudem der Unterschied zwischen privaten und gemieteten E-Scootern. Bei Miet-Scootern kamen die Versicherer auf 13 Haftpflichtschäden je 1.000 Fahrzeuge, bei privaten E-Scootern waren es lediglich sechs. Aussagekräftig ist dieser Vergleich allerdings nur eingeschränkt, weil nicht bekannt ist, wie viele Kilometer die jeweiligen Fahrzeuge tatsächlich zurücklegen.