Neuer eCall-Standard nun auch 4G und 5G fähig

Das automatische Notrufsystem eCall bekommt in Deutschland ein technisches Upgrade, denn die großen Mobilfunknetzbetreiber haben den sogenannten Next Generation eCall freigeschaltet, der jetzt auch über LTE sowie 5G funktioniert. Hintergrund ist der schrittweise Abschied von den GSM-Netzen, auf denen das bisherige System basiert.

eCall sorgt dafür, dass Fahrzeuge nach einem Unfall selbstständig eine Verbindung zur Notrufzentrale aufbauen und wichtige Informationen wie Standort und Fahrzeugdaten senden. Seit 2018 ist diese Technik für Neuwagen in der EU verpflichtend. Künftig läuft dieser Prozess nicht mehr über 2G oder das bereits abgeschaltete 3G-Netz, sondern über moderne Mobilfunkstandards, was die langfristige Funktionsfähigkeit sicherstellt.

Für ältere Fahrzeuge ändert sich zunächst nichts, da altes und neues System parallel betrieben werden. Doch sobald die GSM-Netze abgeschaltet sind, könnten Fahrzeuge mit klassischem eCall keinen Notruf mehr absetzen. Die Telekom plant die Abschaltung ihres 2G-Netzes für 2028, Vodafone folgt schrittweise bis 2030.

Mit NG eCall verbessert sich nicht nur die Netzbasis, sondern auch der Informationsumfang, da hier nicht nur ein stark begrenztes Datenpaket verschickt wird, sondern auch noch zusätzliche Sensordaten an die Notruf-Leitstelle übermittelt werden um den Rettungskräften direkt eine bessere Einschätzung der Lage zu ermöglichen.

Seit dem 01. Januar 2026 dürfen neue Fahrzeugtypen in der EU nur noch zugelassen werden, wenn sie ein 4G- oder 5G-basiertes Notrufsystem besitzen. Ein Jahr später wird NG eCall dann sogar für alle Neuzulassungen Pflicht.



(Symbolbild: Bing Image Creator)
Datum:
28.01.2026, 00:04 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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