Joyn und ZDF einigen sich nach Streit auf Embedding
Noch im Frühjahr 2025 sorgte Joyn für heftige Diskussionen, als ProSiebenSat.1 Inhalte von ARD und ZDF ohne Zustimmung auf der eigenen Streamingplattform einband. Die öffentlich rechtlichen Sender gingen juristisch dagegen vor und stoppten den Test innerhalb kurzer Zeit - doch nun gibt es eine überraschende Wende.
ProSiebenSat.1 und das ZDF haben sich nun plötzlich doch auf eine Zusammenarbeit verständigt. Künftig werden die Mediathekinhalte des ZDF also direkt in die Joyn Oberfläche eingebunden. Nutzer können die Inhalte damit ansehen, ohne die Plattform verlassen zu müssen.
Möglich wird diese Kooperation unter anderem durch den Reformstaatsvertrag, der seit Dezember 2025 gilt. Er schafft die rechtliche Grundlage für eine engere Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlich rechtlichen Anbietern und erlaubt ausdrücklich auch das Einbinden von Inhalten per Embedding.
Die technische Umsetzung soll im Herbst 2026 starten. Eine Einigung mit der ARD gibt es bislang allerdings noch nicht. Damit bleibt das ZDF vorerst der einzige öffentlich rechtliche Sender, der seine Inhalte auf diesem Weg zu Joyn bringt.