iPad mini (2026): Apple spendiert dem kleinen Tablet erstmals ein OLED-Display
Apple hat heute, am 26. Oktober 2026, die achte Generation des iPad mini vorgestellt und spricht selbst vom größten Update in der Geschichte der kleinen iPad-Reihe. Nach drei Jahren ohne richtiges Hardware-Refresh gibt es endlich die Veränderungen, auf die viele gewartet haben: ein OLED-Display, der neue A20-Pro-Chip und erstmals Wasser- und Staubschutz.
OLED statt LCD: Das Display wird zum Star
Die größte Neuerung steckt gleich an prominenter Stelle. Statt des bisherigen LCD-Panels verbaut Apple jetzt ein Super-Retina-XDR-Display mit OLED-Technik, wie man es bereits vom iPad Pro kennt. Der Bildschirm wächst dabei von 8,3 auf 8,5 Zoll – die Gehäuseabmessungen bleiben dank um 24 Prozent schmalerer Displayränder praktisch unverändert.
Die Vorteile der OLED-Technik zeigen sich in den Zahlen: Das Panel erreicht eine Spitzenhelligkeit von 1.200 Nits und damit mehr als doppelt so viel wie der Vorgänger. Die vollflächige Helligkeit für SDR- und HDR-Inhalte beträgt bis zu 600 Nits, das Kontrastverhältnis liegt bei 2.000.000:1. Für dunkle Umgebungen lässt sich das Display bis auf 1 Nit herunterdimmen. Wer draußen arbeitet oder mit Reflexionen kämpft, kann optional zum matten Nanotextur-Glas greifen – allerdings nur ab der 256-GB-Version.
Ein Wermutstropfen bleibt: ProMotion mit 120 Hz fehlt weiterhin. Die Bildwiederholrate bleibt beim klassischen 60-Hz-Takt, was in dieser Preisklasse schon diskutierwürdig ist.
Dünner, leichter und erstmals wasserdicht
Mit 5,4 Millimetern Bauhöhe ist das neue iPad mini dünner und leichter als sein Vorgänger (255 bzw. 263 Gramm je nach Modell). Das Gehäuse misst 195,3 x 132,6 Millimeter und ist erstmals nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt – ein Novum bei einem iPad außerhalb der Pro-Linie. Ein Spritzer am Pool oder Regen beim Arbeiten im Freien sind damit kein Problem mehr. Farblich bleibt es überschaubar: Mitternacht und Polarstern.
Interessant ist auch die neue Akustik: Beim sogenannten Acoustic Display verschwinden die sichtbaren Lautsprecherlöcher. Die Tieftöner spielen direkt über das Displaypanel, die Hochtöner sitzen im Gehäuserahmen.
A20 Pro: Deutlich mehr Leistung, gerade für KI
Im Inneren arbeitet der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigte A20 Pro. Apple verspricht bis zu 60 Prozent mehr CPU-Leistung, die 2,7-fache Grafikleistung und bis zu 4,5-mal schnellere KI-Berechnungen gegenüber dem A17 Pro des Vorgängers. Die GPU mit sieben Kernen unterstützt Hardware-Raytracing und Mesh Shading, außerdem steckt in jedem GPU-Kern ein eigener Neural Accelerator.
Die Speicherkonfiguration entscheidet über die Ausstattung im Detail: Bei 128 und 256 GB gibt es eine 5-Kern-CPU und eine einzelne 16-Core Neural Engine, die 512-GB-Version erhält eine 6-Kern-CPU und eine Dual-Neural-Engine mit insgesamt 32 Kernen. Mit 12 GB RAM (vorher 8 GB) kann das Gerät anspruchsvollere lokale KI-Modelle ausführen.
Neue Funktechnik: N1-Chip und C2-Modem
Erstmals setzt Apple beim iPad mini auf den hauseigenen N1-Chip für drahtlose Verbindungen. Er unterstützt Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread – Letzteres dürfte Smart-Home-Freunde freuen, da das iPad mini damit auch als Thread-Border-Router-Element im Heimnetz relevant werden könnte. Die Mobilfunkvarianten nutzen Apples C2-Modem, das laut Apple bis zu 50 Prozent schnellere Datenraten bietet. Die SIM-Karte fällt weg, der Mobilfunk läuft komplett über eSIM.
Bei den Kameras gibt es einen sinnvollen Detailwechsel: Die 12-Megapixel-Frontkamera mit Center Stage sitzt jetzt an der Längsseite – ideal für Videoanrufe im Querformat. Hinten bleibt es bei einer 12-Megapixel-Kamera mit True-Tone-Blitz und 4K-Video bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde.
Preise und Verfügbarkeit
Vorgestellt wird das iPad mini in einer Woche voller Apple-Neuheiten: Am Mittwoch, dem 28. Oktober, folgt die „Pro and Tell"-Veranstaltung in Los Angeles, wo unter anderem neue MacBook-Pros mit OLED-Touchscreen und M6-Macs erwartet werden. Dort erhalten Journalisten und Creator auch Hands-on-Zeit mit dem iPad mini.
Das Wichtigste zur Verfügbarkeit im Überblick:
- Vorbestellungen: ab Mittwoch, 28. Oktober 2026
- Verkaufsstart und Auslieferung: Freitag, 6. November 2026
- Speicher: 128, 256 oder 512 GB
- Preise: ab 749 Euro (Wi-Fi), 919 Euro (Wi-Fi + Mobilfunk)
- Software: iPadOS 27 (Siri AI bleibt in der EU vorerst deaktiviert)
- Zubehör: Apple Pencil Pro, Apple Pencil (USB-C) und ein neues Smart Folio aus TechWoven
Geliefert wird das Gerät mit iPadOS 27. Mit iPadOS 27.2 kommt zusätzlich ein erweiterter Display-Modus für externe Monitore hinzu.
Fazit
Das iPad mini 8 ist das größte Upgrade der Reihe seit dem Redesign von 2021 – OLED-Display, A20 Pro, IP67 und die neue Funktechnik sind echte Argumente. Der Sprung ist gerade für Besitzer eines iPad mini 6 aus 2021 enorm groß. Der Preis von 749 Euro ist allerdings deutlich: Für den Vorgänger waren zuletzt 599 Euro fällig, ein Anstieg von 150 Euro. Wer das kleine iPad liebt, bekommt viel Premium geboten – muss aber tiefer in die Tasche greifen als je zuvor.