Hey Magenta: Deutsche Telekom testet Telefongespräche mit KI-Assistent
Telefonate haben sich seit Jahren kaum verändert, doch genau hier setzt die Deutsche Telekom an. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigte der Konzern kürzlich eine neue Funktion, bei der sich ein KI-Assistent direkt während eines laufenden Gesprächs zuschalten lässt. Über den Sprachbefehl „Hey Magenta“ wird der digitale Helfer aktiviert, klinkt sich kurz in das Telefonat ein, liefert Informationen und verschwindet anschließend wieder aus der Leitung.
In ersten Demonstrationen suchten Mitarbeiter während eines Gesprächs etwa nach Restaurants in der Umgebung. Die KI lieferte daraufhin passende Vorschläge samt Bewertungen und überließ danach wieder den beiden Gesprächspartnern das Wort. Perspektivisch soll der Assistent auch Termine direkt in den Kalender eintragen oder Gespräche live übersetzen können, was insbesondere bei Sprachbarrieren hilfreich wäre. Darüber berichtete unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Technisch interessant ist, dass der Dienst direkt im Netz der Telekom läuft. Dadurch braucht es keine spezielle App auf dem Smartphone, und selbst einfache Tastenhandys könnten auf die Funktionen zugreifen. Der Dienst wird einmalig aktiviert und steht danach bei Anrufen aus dem Telekom-Netz zur Verfügung, unabhängig davon, welchen Anbieter der Gesprächspartner nutzt.
Die Telekom betont, dass die KI Gespräche nicht dauerhaft aufzeichnet oder aktiv mithört. Gleichzeitig muss sie jedoch im Hintergrund jedoch zumindest auf das Aktivierungswort achten, um auf „Hey Magenta“ reagieren zu können. Ganz ausgereift ist die Technik zudem noch nicht: In Tests wechselte die KI gelegentlich ins Englische oder verstand den Gesprächskontext nicht immer korrekt. Trotzdem zeigt das Konzept, wie klassische Telefonie künftig wieder an Bedeutung gewinnen könnten.