DeepSeek V4 Pro startet und wird leider teurer

DeepSeek hat mit seinen günstigen und leistungsfähigen KI-Modellen in der Vergangenheit für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Nun ist DeepSeek V4 Pro nach der Vorschau offiziell verfügbar und bringt neben deutlich verbesserten Agent-Funktionen auch eine wichtige Änderung bei der Preisgestaltung mit. Vor allem API-Nutzer müssen künftig leider deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Seit dem 16. August 2026 gelten neue Preise, die je nach Modell teilweise mehr als viermal so hoch ausfallen wie bisher. Für DeepSeek V4 Pro werden in den Stoßzeiten 3,96 US-Dollar pro 1 Million Output-Token fällig, zuvor waren es 0,87 US-Dollar. Außerhalb der Peak-Zeiten kostet dieselbe Menge 1,98 US-Dollar. Bei DeepSeek V4 Flash steigt der Preis auf 1,32 US-Dollar beziehungsweise 0,66 US-Dollar in den günstigeren Zeitfenstern. DeepSeek setzt damit übrigens auch erstmals konsequent auf eine Unterscheidung zwischen Peak und Off-Peak Nutzung.

Ganz überraschend kommt die Entwicklung allerdings nicht, denn die bisherigen Preise waren ursprünglich sowieso nur als zeitlich begrenztes Angebot gedacht und sollten bereits Ende Mai 2026 auslaufen. DeepSeek hielt an den günstigen Konditionen jedoch freiwillig länger fest. Mit dem Start der V4-Familie endet diese Phase allerdings nun endgültig. Gleichzeitig wurde V4 Pro technisch deutlich aufgewertet, unter anderem bei Agent-Aufgaben, der Unterstützung der OpenAI Responses API und der Steuerung des sogenannten Thinking-Aufwands.

Trotz der kräftigen Erhöhungen bleibt DeepSeek im internationalen Vergleich günstig. OpenAIs fortgeschrittene Modelle liegen bei vergleichbarer Betrachtung teilweise deutlich höher, während andere Varianten wiederum preislich unter DeepSeek V4 Flash liegen können. Der entscheidende Punkt ist deshalb weniger die absolute Höhe der neuen Preise als die Tatsache, dass DeepSeek seinen bisherigen Ruf als kompromissloser Preisbrecher ein Stück weit aufgibt. Für Nutzer und Entwickler dürfte damit vor allem die Frage interessant werden, wie sich die Preise in den kommenden Monaten entwickeln. Der große Preisvorteil gegenüber der Konkurrenz ist jedoch kleiner geworden und könnte bei weiteren Anpassungen noch weiter schrumpfen.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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