BYD will ultraschnelles Laden nach Europa bringen
BYD treibt den Ausbau seiner Ladeinfrastruktur auch in Europa mit hohem Tempo voran. Der chinesische Hersteller plant nämlich Investitionen von rund zwei Milliarden Euro, um seine neue Flash Charging Technologie auf dem europäischen Markt zu etablieren. Bis 2027 sollen so etwa 3.000 Schnellladepunkte entstehen, darunter zahlreiche Standorte in Deutschland und Großbritannien.
Im Mittelpunkt steht das Ziel, Elektroautos in nur wenigen Minuten wieder fahrbereit zu machen. Mit der neuesten Batteriegeneration sollen Fahrzeuge innerhalb von fünf Minuten auf rund 70 Prozent geladen werden. Als technischer Vorreiter gilt derzeit der Denza Z9GT, der auch bei sehr niedrigen Temperaturen schnelle Ladezeiten ermöglichen soll.
Die hohe Ladeleistung von bis zu 1500 kw stellt jedoch besondere Anforderungen an die Infrastruktur. Um das Stromnetz zu entlasten, setzt BYD auf lokale Batteriespeicher an den Ladestationen. Diese werden zu Zeiten mit geringer Netzbelastung geladen und geben die Energie bei Bedarf an die Fahrzeuge weiter.
Langfristig möchte BYD die neue Batterietechnik nicht nur in Premiumfahrzeugen anbieten, sondern auch in günstigeren Modellen verfügbar machen. Ob der Ausbau in Europa wie geplant gelingt, wird nach Einschätzung des Unternehmens vor allem von der Geschwindigkeit behördlicher Genehmigungen abhängen. Mit steigenden Marktanteilen in der EU und einer starken Position in Großbritannien unterstreicht BYD seinen Anspruch, eine wichtige Rolle auf dem europäischen Elektromarkt zu spielen.