Amazon stellt Fire-Tablets ein und setzt künftig auf Alexa Tablets
Amazon zieht nach 15 Jahren einen Schlussstrich unter seine Fire-Tablet-Reihe. Die aktuellen Modelle werden in den kommenden Wochen abverkauft, danach erscheinen keine neuen Geräte mehr unter diesem Namen. Stattdessen heißen die Standardmodelle künftig Amazon Alexa Tablet, während die Kinder-Varianten unter Amazon Kids laufen.
Der wichtigste Unterschied betrifft das System, denn die neuen Tablets setzen jetzt auf vollwertiges Android mit Google Mobile Services und Zugriff auf den Google Play Store. Reguläre Android-Funktionen sollen erhalten bleiben, Chrome und alternative KI-Assistenten lassen sich ebenfalls nutzen. Amazon ergänzt das Ganze durch einen eigenen Launcher sowie Dienste wie Alexa, Shopping, Smart Home, Kindle, Audible, Prime Video und Luna. Alexa ist bei der Einrichtung standardmäßig vorgesehen, kann laut Amazon aber geändert werden. Damit fällt eine der größten Hürden weg, die Fire-Geräte bisher von klassischen Android-Tablets unterschieden haben.
Amazon begründet den Neustart mit gewachsenen Ansprüchen. Größere Displays, Cloud-Dienste, KI-Anwendungen und mehr Multitasking hätten die Nutzung von Tablets verändert. Die alte Fire-Ausrichtung auf Medienkonsum, Lesen und leichtere Aufgaben sei für die künftige Zielgruppe zu eng gewesen. Bestehende Geräte bleiben trotzdem versorgt. Für Fire HD 8, Fire HD 10 und Fire Max 11 verspricht Amazon mindestens vier Jahre Support ab dem letzten Auslieferungsdatum. Das Fire Max 11 war 2023 bereits mit Tastatur und Eingabestift als produktiveres Spitzenmodell positioniert worden.
Mit der neuen Familie rückt Amazon näher an klassische Android-Tablets und das iPad heran. Der bisherige Sonderweg endet, während Alexa und die eigenen Dienste künftig stärker dafür sorgen sollen, dass sich die Geräte vom übrigen Markt abheben.