Netflix und Disney+ setzen jetzt auf geteilte Inhalte

Disney hat seine bisherige Zurückhaltung bei der Lizenzierung von Inhalten an konkurrierende Streamingdienste aufgegeben. Statt Inhalte exklusiv auf der eigenen Plattform zu halten, setzt der Konzern nun verstärkt auf Kooperationen. Netflix hat deshalb bereits zahlreiche Disney-Produktionen ins Programm aufgenommen, darunter die komplette Ice-Age-Filmreihe sowie die ersten beiden Staffeln der Serie Percy Jackson. Diese Titel bleiben allerdings auch parallel bei Disney+ verfügbar.

Hintergrund ist unter anderem die geplante Kinoveröffentlichung von Ice Age – Am Siedepunkt im Februar 2027 sowie der Start der dritten Staffel von Percy Jackson im November 2026. Disney erhofft sich dadurch eine größere Reichweite, als es allein über den eigenen Dienst möglich wäre. Auch in umgekehrter Richtung gibt es Bewegung. Disney+ lizenziert seinerseits populäre Titel anderer großer Hollywood-Studios.

Dazu zählen etwa die Spider-Man-Filme mit Andrew Garfield und Tom Holland, die Mission-Impossible-Reihe, Transformers sowie Klassiker wie Zurück in die Zukunft, E.T. oder die Shrek-Filme. Auf diese Weise können Abonnenten beider Dienste auf ein breites Archiv bekannter Filme und Serien zugreifen, ohne zusätzliche Abos abschließen zu müssen. Besonders für Nutzer, die Streamingdienste auch als langfristige Mediathek nutzen, ist das ein deutlicher Vorteil.

Netflix wiederum profitiert von Disney-Titeln wie Soul, Elio oder Raya und der letzte Drache, die Anfang 2027 in ausgewählten Ländern erscheinen sollen. Auch Serien wie Will Trent, Shifting Gears oder Trackers werden zeitversetzt bei Netflix zu sehen sein, während die Produktion weiterläuft. Disney behält jedoch seine Kernmarken wie Star Wars und Marvel exklusiv bei Disney+. Die Lizenzgeschäfte betreffen also vor allem ältere Katalogtitel und ausgewählte Neuproduktionen, nicht das gesamte Portfolio.

Statt strenger Exklusivität setzen die Anbieter also zunehmend auf geteilte Inhalte, um Reichweite zu erhöhen und Abonnenten zu binden. Für Zuschauer bedeutet das künftig eine größere Auswahl bei geringerem Abo-Aufwand zu haben, während die Studios vor allem von zusätzlicher Aufmerksamkeit für ihre kommenden Projekte profitieren.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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