Apple baut Vision Pro zurück und setzt stärker auf KI-Brillen

Apple baut sein Team rund um die Vision Pro offenbar weiter ab. Nach Informationen von AppleInsider wurden nämlich mindestens 60 Mitarbeiter aus dem VR-Bereich und angrenzenden Teams entlassen, darunter offenbar ein komplettes Team. Apple hat sich zu den Kürzungen - wie üblich - bislang nicht geäußert. Der Schritt passt jedoch zum Umbau, der bereits seit Längerem läuft. Die frühere Vision Products Group wurde aufgelöst und die Entwicklung wieder stärker in die normalen Konzernstrukturen integriert.

Auch bei den Verantwortlichen hat sich einiges verändert, denn der frühere Vision-Pro-Chef Mike Rockwell wechselte in die Siri-Entwicklung, während mit Paul Meade im Juni ein wichtiger Hardwaremanager zu OpenAI ging. Gleichzeitig richtet Apple seinen Blick offenbar stärker auf leichtere KI-Brillen. Eine erste Variante könnte ohne eigenes Display auskommen und stattdessen auf Kameras, Mikrofone, Lautsprecher und Siri setzen. Das würde deutlich besser zu einem Produkt passen, das sich im Alltag unauffällig tragen lässt.

Ganz aufgegeben hat Apple die Vision Pro bislang allerdings nicht. visionOS wird vorerst weiterentwickelt und erhielt zuletzt neue Funktionen. Trotzdem deutet vieles darauf hin, dass Apple bei klassischen VR-Headsets derzeit vorsichtiger agiert. Der hohe Preis, das Gewicht und die bislang begrenzte Nachfrage machen es bislang schwierig, die Vision Pro zu einem Massenprodukt zu entwickeln.

Die größeren Wachstumschancen sieht der Konzern offenbar zunächst bei leichteren Brillen, die KI und Siri direkt in den Alltag bringen, ähnlich wie es bereits bei den Smart Glasses von Meta der Fall ist. Der aktuelle Personalabbau wäre ein weiteres Zeichen dafür, dass sich Apples Prioritäten bei Wearables deutlich verschieben.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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