Micron baut Fertigung für KI-Speicher in Japan aus
Der US-amerikanischer Speicherhersteller Micron treibt den Ausbau seiner Chipproduktion in Japan weiter voran und investiert rund 8,2 Milliarden Euro in die Erweiterung seines Werks in Hiroshima. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist das Großprojekt offiziell gestartet. Bereits in etwa zwei Jahren soll dort die Serienproduktion anlaufen und die Fertigung moderner Speicherchips deutlich ausgebaut werden.
Der Standort in Hiroshima spielt für Micron eine besondere Rolle, denn das Unternehmen übernahm die Fabrik im Jahr 2012 nach der Insolvenz des früheren japanischen Speicherherstellers Elpida. Heute produziert Micron dort ausschließlich High Bandwidth Memory (HBM). Diese besonders leistungsfähigen Speicher sind eine zentrale Komponente für KI Beschleuniger und werden durch die weltweit steigende Nachfrage immer wichtiger.
Ein Drittel der Investitionssumme übernimmt dabei übrigens die japanische Regierung. Damit setzt das Land seine Strategie fort, die heimische Halbleiterindustrie gezielt zu stärken und internationale Hersteller langfristig an den Standort zu binden. Solche Förderprogramme gelten weltweit als üblich, weil moderne Chipfabriken über viele Jahre Arbeitsplätze schaffen und ganze Zulieferketten sichern.
Parallel investiert Micron allerdings auch in neue Produktionskapazitäten in den USA. Gleichzeitig bauen mit Samsung und SK Hynix auch die beiden größten Konkurrenten ihre Werke weiter aus. Gemeinsam produzieren die drei Unternehmen den Großteil des weltweiten DRAM Speichers. Trotz der höheren HBM Produktion ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass klassische Arbeitsspeicher dadurch kurzfristig günstiger werden.