SMS auf dem Rückzug - Messenger übernehmen die Kommunikation
Die SMS war lange Zeit fester Bestandteil des digitalen Alltags. Wer Nachrichten verschicken wollte, musste sich auf 160 Zeichen beschränken und oft sogar auf jedes einzelne Wort achten. Heute spielt die klassische Kurznachricht dagegen nur noch eine Nebenrolle, denn die Nutzung der SMS in Deutschland ist zuletzt deutlich eingebrochen.
Im vergangenen Jahr wurden nur noch 2,9 Milliarden Nachrichten per SMS verschickt und damit fast nur noch halb so viele wie im Jahr zuvor. Im Durchschnitt entfielen auf eine aktive SIM Karte nur noch rund zwei SMS pro Monat. Besonders auffällig ist, dass sich der Rückgang zuletzt stark beschleunigt hat. In den Jahren davor ging die Nutzung zwar ebenfalls zurück, allerdings deutlich langsamer.
Der wichtigste Grund dafür liegt in der Verbreitung moderner Messenger Dienste wie WhatsApp, Signal oder Threema. Sie bieten mehr Funktionen, ermöglichen den Versand von Bildern, Videos und Sprachnachrichten und haben die klassische SMS längst verdrängt. Zusätzlich setzen viele Banken und Unternehmen inzwischen auf andere Verfahren zur Verifizierung ihrer Kunden und verzichten zunehmend auf SMS Nachrichten.
Wie groß der Wandel ist, zeigt der Blick zurück. Im Jahr 2012 erreichte die SMS mit fast 60 Milliarden versendeten Nachrichten ihren Höchststand. Heute liegt die Zahl nur noch bei einem Bruchteil davon. Auch klassische Telefonate verlieren an Bedeutung, da viele Menschen stattdessen über Messenger per Sprach oder Videoanruf kommunizieren.