Radikaler Umbau bei DeepL - mehr KI und weniger Mitarbeiter
Der Kölner KI Spezialist DeepL richtet sich überraschend neu aus und trennt sich von rund 250 Beschäftigten. Gründer Jarek Kutylowski bezeichnet diesen Schritt als die schwierigste Entscheidung seiner Laufbahn, sieht ihn aber als notwendig, um im globalen Wettbewerb der KI Entwicklung weiterhin vorne zu bleiben. Aus seiner Sicht passt die bisherige Struktur nicht mehr zu einer Branche, die sich in rasantem Tempo verändert.
Künftig setzt das Unternehmen stärker auf kleine, schlagkräftige Teams, die eng mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Klassische Hierarchien sollen deshalb reduziert werden, um Prozesse zu beschleunigen und Innovation zu fördern. Kutylowski selbst will wieder näher an die Produktentwicklung rücken und treibt mit einer eigenen Taskforce neue Ansätze voran, die sowohl die Technologie als auch die Kundenansprache betreffen.
Parallel dazu investiert DeepL in neue Technologien und baut seine Präsenz aus. Mit der Übernahme eines Audio Streaming Teams und einem neuen Standort in San Francisco soll insbesondere die Echtzeit Sprachübersetzung schneller vorankommen. Für die verbleibenden Mitarbeiter bedeutet der Umbau mehr Verantwortung und breitere Aufgabenfelder.