GitHub Copilot: Microsoft stoppt neue Abos und zieht Grenzen
Die Nachfrage nach GitHub Copilot ist in letzter Zeit offenbar wesentlich stärker gewachsen als erwartet. Microsoft hat deshalb nun die Reißleine gezogen und die Registrierung für neue Nutzer vorerst gestoppt. Betroffen sind die Tarife Pro, Pro+ und Student, während die kostenlose Version und Enterprise-Angebote vorerst noch unverändert bleiben.
Der Schritt ist eine erste Reaktion auf die intensive Nutzung durch bestehende Kunden. Vor allem lange und parallel laufende Sitzungen verbrauchen deutlich mehr Rechenleistung als ursprünglich eingeplant. Laut GitHub-Management führen diese Belastungen dazu, dass ohne Einschränkungen die Servicequalität leiden würde. Um das zu verhindern, werden bestehende Systeme angepasst und gleichzeitig neue Zugänge begrenzt.
Zusätzlich hat Microsoft die Nutzung stärker reguliert - so wurden Tokenbasierte Limits verschärft und betreffen jetzt sowohl einzelne Sitzungen als auch ein wöchentliches Gesamtbudget. Diese Begrenzungen hängen nicht nur von der Anzahl der Anfragen ab, sondern auch von deren Komplexität. Rechenintensive Modelle verbrauchen mehr Token und erreichen schneller die festgelegten Grenzen. Wer sein Limit ausschöpft, muss nun also warten, bis sich das jeweilige Zeitfenster zurücksetzt.
Auch bei den verfügbaren Modellen gibt es Einschnitte, denn im Pro-Tarif wurden alle Varianten von Claude Opus entfernt. Im Pro+-Tarif entfallen die Versionen 4.5 und 4.6, während 4.7 weiterhin verfügbar bleibt. Damit reduziert Microsoft gezielt die besonders ressourcenhungrigen Optionen. Nutzer sollen künftig also bewusster mit den Ressourcen umgehen. Empfohlen werden kleinere Modelle, weniger parallele Prozesse oder alternative Arbeitsmodi. Wer regelmäßig an Grenzen stößt, wird allerdings so auch indirekt zum teureren Pro+-Tarif gelenkt.