ByteDance will TikTok lieber abschalten als verkaufen
Noch immer soll TikTok in den USA zwangsverkauft werden, doch der Eigentümer ByteDance will die Plattform in Amerika wohl lieber schließen als den TikTok Empfehlungs-Algorithmus an ein anderes Unternehmen zu veräußern. Durch eine eventuelle Schließung würde ByteDance rund 170 Millionen Nutzer in den USA verlieren, könnte im Gegenzug allerdings in anderen Ländern und Europa weiterhin selbst vertreten sein.
Bei einem möglichen TikTok-Verkauf hätte ByteDance wohl nur noch die chinesische „Douyin“ App für sich und würde damit ausschließlich in China operieren. Eine Schließung von TikTok in den USA wäre zwar mit finanziellen Einbußen verbunden, diese dürften allerdings wohl geringer ausfallen als wenn auf den bislang kompletten westlichen Markt verzichtet werden müsste.
Bis zu einem möglichen TikTok-Verbot in den USA hat ByteDance allerdings noch einige Monate Zeit, bis dahin möchte das Unternehmen zunächst alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen um eine solche Blockade oder einen Zwangsverkauf zu unterbinden.
[…] Schon seit langer Zeit kämpft das Videoportal TikTok gegen den möglichen Zwangsverkauf an und musste nun vor dem obersten Gericht in den USA eine weitere Niederlage einstecken. Durch das nun erfolgte Urteil müsste TikTok bereits am 19. Januar 2025 aus dem amerikanischen App Store von Apple sowie aus dem Google Play Store entfernt werden. Die US-Regierung hatte die chinesischen Eigentümer (ByteDance) im Vorfeld zu einem Verkauf an eine amerikanische Firma genötigt, dagegen ist ByteDance dann vor Gericht gezogen. […]