Windows Gerätekennung hilft bei Verfolgung eines Hackers
Ein weltweit eindeutiger Gerätekennzeichner in Windows hat Ermittlern offenbar dabei geholfen, einen 19 Jahre alten mutmaßlichen Hacker zu identifizieren. Die finnischen Behörden nahmen den Verdächtigen fest und lieferten ihn inzwischen an die USA aus. Dort muss er sich wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an Cyberangriffen der Hackergruppe Scattered Spider verantworten.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand dabei der sogenannte Global Device Identifier. Diese eindeutige Kennung ließ sich zusammen mit Telemetriedaten und verschiedenen IP Adressen nutzen, um Aktivitäten desselben Windows Geräts nachzuvollziehen. So konnten die Ermittler unter anderem Verbindungen zu mehreren Online Diensten sowie zu einem mutmaßlichen Angriff auf ein Unternehmen herstellen.
Scattered Spider zählt zu den bekanntesten Cybercrime Gruppen der vergangenen Jahre. Den Mitgliedern wird vorgeworfen, in zahlreiche Unternehmensnetzwerke eingedrungen zu sein, Daten verschlüsselt oder gestohlen und Lösegelder in Höhe von mehr als 100 Millionen US Dollar erpresst zu haben. Häufig verschaffte sich die Gruppe ihren ersten Zugang durch geschickte Täuschung von Mitarbeitern am Telefon.
Die Berichte über den Fall sorgten zwar für Diskussionen rund um die eindeutige Windows Kennung. Tatsächlich sind solche Gerätekennungen jedoch ein wichtiger Bestandteil moderner IT-Umgebungen. Sie sorgen unter anderem dafür, dass Computer innerhalb von Unternehmensnetzwerken eindeutig identifiziert werden können und bilden damit eine grundlegende Voraussetzung für den sicheren Betrieb von Verzeichnisdiensten und anderen Verwaltungsfunktionen.