Wie gewonnen, so zerronnen – Trading mit Kryptowährung unterliegt großer Volatilität

Man kennt es vor allem von der bekanntesten Kryptowährung, dem Bitcoin: Kryptowährungen sind sehr volatil. So kann man schnell einmal viel Geld verdienen, ohne dafür etwas tun zu müssen, man kann aber auch ebenso schnell viel Geld verdienen. Das Risiko lässt sich hier kaum verlässlich einschätzen. Erst letztens gab es den letzten großen Bitcoin-Hype, als die Kryptowährung rasant an Wert gewonnen hat. Hier haben in kürzester Zeit viele Menschen ein Vermögen verdient. Schneller als der Wert des Bitcoin jedoch gestiegen ist, ist er jedoch auch wieder gefallen. So haben auch viele, die ihre Bitcoins möglicherweise zu spät gekauft und auf jeden Fall zu spät verkauft haben, viel Geld verloren. Hier erkennt man gleich schon, dass der Kurs von Kryptowährungen großen Schwankungen unterliegt. Dieses Risiko geht man beim Kauf ein.

Das Risiko bei Kryptowährungen

Kryptowährungen gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten, und für die allermeisten Anleger sind sie noch Neuland. Sie funktionieren auch anders als etwa Aktien, mit denen man zum Beispiel über die unter https://www.deutschefxbroker.de/ beschriebene Robin Hood App bequem handeln kann. Auf Grund der strukturellen Unterschiede zu Aktien, Derivaten, Anleihen und anderen Finanzprodukten bemisst sich auch das Risiko der Kryptowährungen anders. Die wenigsten Menschen, die in Kryptowährungen ihr Geld anlegen, verstehen aber, wie diese Anlageformen funktionieren. So können sie auch das Risiko kaum einschätzen und können im Endeffekt nicht bewerten, in was für Werte sie eigentlich ihr Geld investieren. Damit sind Kryptowährungen ebenso wie Derivate hochgradig risikoreich für Anleger. Wer wenigstens versteht, woran sich der Wert einer Kryptowährung bemisst, kann auch eher einschätzen, wie sich das Risiko dieser Anlageform verhält. Hoch ist es aber in jedem Fall, weshalb auch die Volatilität so hoch ist.

Was sind eigentlich Kryptowährungen?

Kryptowährungen sind im Grunde genommen nur Daten. Vor einigen Jahren hat sie ein Programmierer erfunden, der sich Satoshi Nakamoto nennt. Da das aber ein Pseudonym ist, weiß niemand, auf wen die Kryptowährungen eigentlich zurückgehen. Kryptowährungen kann man in Form von digitalen Coins bzw. Münzen kaufen und damit Waren und Dienstleistungen kaufen oder verkaufen. Für viele Menschen sind Kryptowährungen aber auch nur eine Vermögensanlage. Die Münzen werden in einem sogenannten Mining-Verfahren aus Daten herausgearbeitet, wozu ein komplizierter Algorithmus am Computer genutzt wird.

Diesen Vorgang nennt man auch das Schürfen der Münzen. Bei den meisten virtuellen Währungen gibt es eine festgelegte Höchstmenge an Münzen, die maximal geschürft werden können. Damit ist der Vorrat endlich und der Wert kann letztlich ins Unermessliche steigen. Bei der bekanntesten Kryptowährung, Bitcoin, beträgt diese Höchstmenge an Münzen zum Beispiel 21 Millionen. Bisher sind aber noch nicht alle dieser 21 Millionen Münzen geschürft worden.

Was spricht für Kryptowährungen?

Kryptowährungen werden schon seit einigen Jahren immer beliebter. Das liegt nicht nur an einem Trend, dem man einfach folgt – es werden nicht nur mehr Investitionsmittel in Kryptowährungen gesteckt, bloß weil andere Investoren das auch so machen. Es gibt durchaus veritable Gründe, weshalb man sich für ein Investment in Kryptowährungen entscheidet. Diese sollen hier kurz aufgezählt und erklärt werden.

Transnationalität

Kryptowährungen ermöglichen einen transnationalen Handel zwischen Personen, Unternehmen und weiteren Akteuren der Wirtschaft. Dabei hat man oft nur sehr geringe Gebühren für die Übertragung und Überweisung des Geldes. Das macht Bitcoin und andere Kryptowährungen als Zahlungsmittel attraktiv.

Verfügbarkeit

Mit diesem Faktor hängt zusammen, dass Kryptowährungen auf der gesamten Welt verfügbar sind. Hier ist man im Gegensatz zu klassischen Währungen nicht auf Landesgrenzen angewiesen, in denen eine Währung verfügbar ist. Auf Grund der weltweiten Verfügbarkeit von Kryptowährungen kann jeder sich einen kleinen Vorrat daran anschaffen, wie es etwa früher mit Devisen üblich war. Erst so werden Kryptowährungen wirklich als transnationales Zahlungsmittel nutzbar.

Anonymität

Ein weiterer Vorteil für viele Transaktionen mit Kryptowährungen ist, dass das Handeln damit mehr oder weniger anonym erfolgt. So hat man zwar ein Konto, aber dieses ist längst nicht mit einem Namen verknüpft und man kann die Spur des Geldes auch nur schlecht verfolgen. Diese Eigenschaft von Kryptowährungen machen sich gerne Kriminelle zunutze, die natürlich immer am liebsten anonym bleiben. Aber auch der, wem immer etwas unwohl dabei ist, dass die Regierungen und Bankinstitute jede Bewegung auf dem Konto mitbekommen, freut sich über die hier gebotene Anonymität.

Unabhängigkeit

Zudem ist man mit Kryptowährungen unabhängig von Banken und Regierungen, die immer einen Einfluss auf die Verfügbarkeit und den Wert des Geldes haben. Diese Fremdbestimmung ist vielen Menschen unangenehm, da die Werte von Währungen immer auch von der politischen und ökonomischen Lage des Landes als Ganzem beeinflusst werden.

Transparenz

Ein weiteres Argument für Kryptowährungen ist noch, dass man durch die Blockchain eine größere Transparenz als noch bei klassischen Überweisungen über Banken hat. Dabei werden in einem digitalen Datenblatt alle relevanten Informationen zur Transaktion gesammelt, und diese können dann die Transaktionspartner einsehen. Die Daten werden autonom vom System gesammelt und sind damit unzweifelhaft wahr, können aber im Ernstfall auch leicht verifiziert werden. Damit ist keine zentrale Autorität mehr notwendig, die die Daten zur Transaktion verifizieren kann.

Was spricht gegen Kryptowährungen?

Nicht jeder allerdings freut sich über die Möglichkeit, in Kryptowährungen zu investieren. Hier heißt es oft auch, man sei sich über diese neuen Finanzinstrumente noch nicht im Klaren und wolle besser keine Risiken eingehen, die man kaum einschätzen kann. Es gibt allerdings noch mehr Faktoren, die Menschen davon abhalten, ein Investment in Kryptowährungen zu tätigen. Die wichtigsten davon sollen hier kurz vorgestellt werden.

Kursschwankungen

Wie bereits oben angesprochen wurde, sind Kryptowährungen noch längst nicht wirklich stabil. Ihr Wert unterliegt noch sehr großen Schwankungen, sodass sie an einem Tag sehr viel mehr oder auch sehr viel weniger wert sein können als an einem anderen Tag. Daher kann man hier nicht wirklich abschätzen, ob die Währungen in nächster Zeit eher an Wert gewinnen oder verlieren werden. Als Anlage für das Vermögen sind Kryptowährungen also nicht gerade sicher.

Loslösung von der nationalen Wirtschaft und den Staatsbanken

Klassische Währungen sind immer mit einem Land verbunden, das in jedem Fall über eine Staatsbank verfügt. Diese ist dafür verantwortlich, dass der Wert der Währung relativ stabil bleibt, und befasst sich auch damit, dass es der nationalen Wirtschaft gut geht. Zudem kann man an der Entwicklung der nationalen Wirtschaft in vielen Fällen auch ablesen, wie der Wert der Währung sich entwickelt. Das alles ist bei Kryptowährungen nicht gegeben, weshalb diese so volatil sind.

Anerkennung als Zahlungsmittel

Zu den Zwecken einer Währung zählt nicht nur, dass man darin sein Geld gewinnbringend anlegen kann, sondern auch, dass man damit Dinge bezahlen kann. Kryptowährungen werden bisher allerdings nur von wenigen Anbietern von Waren und Dienstleistungen als Zahlungsmittel angenommen. So kann man etwa längst noch nicht den Wocheneinkauf mit einer Kryptowährung bezahlen.

Hohe Schürfkosten

Wie bereits weiter oben ausgeführt, müssen die digitalen Münzen für die Kryptowährung in einem aufwändigen Verfahren am Computer geschürft werden. Dabei läuft ein komplizierter Algorithmus ab, was viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt. Wegen dieser Zeit- und Stromkosten sind letztlich auch die Schürfkosten bei Kryptowährungen hoch.

Fazit

Die Anlage in Kryptowährungen kann für viele eine interessante Möglichkeit zum Investieren des Ersparten sein. Dabei muss man sich aber im Klaren darüber sein, dass der Wert dieser Währungen sehr volatil ist und man daher ein großes Risiko eingeht. Zudem kann man Kryptowährungen bisher nur begrenzt als Zahlungsmittel nutzen. Gerade für den internationalen Zahlungsverkehr können Kryptowährungen aber eine interessante Alternative sein.



Schnell gestiegen und auch schnell wieder gefallen - der Bitcoin. (Bild: bitcoin.org)
Datum:
07.07.2018, 12:33 Uhr
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