Teurer Arbeitsspeicher bremst die nächste Konsolengeneration

Die nächste Generation von Spielkonsolen könnte später erscheinen als bislang vermutet und der Grund dafür liegt nicht bei den Entwicklern, sondern schlicht an dem angespannten Markt für Arbeitsspeicher. Seit Monaten steigen nämlich die Preise für RAM deutlich, was die Kalkulation neuer Hardware zunehmend erschwert und intern offenbar zu Umdenkprozessen bei großen Herstellern führt.

Sony und Microsoft haben zwar bestätigt, dass sie an der PlayStation 6 und der nächsten Xbox arbeiten, konkrete Details oder Termine gibt es jedoch noch nicht. Branchenbeobachter rechneten bisher mit einem Start Ende 2027 oder Anfang 2028. Genau dieser Zeitraum steht nun infrage, da selbst kleine Preisänderungen bei zentralen Komponenten wie RAM bei Millionen produzierter Geräte enorme Mehrkosten verursachen würden.

Ein möglicher Ausweg wäre das Abwarten auf neue Produktionskapazitäten, die den Preisdruck langfristig senken könnten, doch auch hier wird es vermutlich erst 2028 zu einer leichten Entspannung kommen. Kurzfristig bleibt die Lage jedoch angespannt, denn Speicherhersteller konzentrieren sich aktuell vor allem auf besonders profitable Chips für Rechenzentren und KI-Systeme. Klassischer DDR-RAM, wie er in Konsolen und PCs eingesetzt wird, wird dadurch knapper und teurer.

Die Folgen dieser Entwicklung beschränken sich nicht nur auf Sony und Microsoft. Auch andere Hardwareprojekte geraten unter Kostendruck, etwa neue PC-basierte Gaming-Systeme. Manche Hersteller von Fertigsystemen verkaufen mittlerweile auch Systems ohne RAM-Module und überlassen dem Kunden den Einkauf von Arbeitsspeicher. Auch Nintendo gerät wohl aufgrund des teuren Arbeitsspeicher mit seiner Gewinnmarge bei der Switch 2 unter Druck.

Kommentare

4 Kommentare zu “Teurer Arbeitsspeicher bremst die nächste Konsolengeneration”

  1. […] Haupttreiber gelten stark gestiegene Kosten für Speicherbausteine, deren Preise sich zuletzt vervielfacht haben und laut Marktforschern künftig weiter klettern dürften. Da der Speicher mittlerweile einen […]

  2. […] möglicher Preistreiber ist die weiterhin angespannte Lage am Speichermarkt. DRAM- und Flash-Bausteine sind zuletzt massiv teurer geworden, vor allem durch die enorme […]

  3. […] sich die Aufmerksamkeit derzeit stark auf den knappen RAM-Markt richtet, verschärft sich im Hintergrund auch die Lage bei Flash-Speicher spürbar. Der japanische […]

  4. […] Wer aktuell ein Steam Deck kaufen möchte, braucht offenbar Geduld. Besonders das Steam Deck OLED ist nämlich vielerorts nur eingeschränkt verfügbar oder bereits komplett vergriffen. Der Grund liegt nicht direkt bei der Nachfrage, sondern vielmehr bei den Bauteilen. In den letzten Wochen haben steigende Preise für RAM und SSDs es für Valve schwierig gemacht, die Geräte noch zu den ursprünglichen Konditionen anzubieten. Auf der US-Seite spricht das Unternehmen offen von einem temporären Lieferstopp aufgrund hoher Speicher- und SSD-Kosten. […]

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