Synology streicht den USB-Printserver komplett
Synology beendet die Druckerunterstützung in seinen Systemen nun wohl endgültig. Wie der Hersteller aktuell bei Systemaktualisierungen mitteilt, wird der integrierte USB-Printserver mit dem nächsten großen Versionsschritt vollständig aus dem DiskStation Manager (DSM) entfernt.
Der Schritt kommt nicht ganz überraschend, denn die Funktion galt bereits seit Längerem als veraltet (deprecated) – sowohl unter DSM als auch im Router-Betriebssystem SRM. Synology pflegte sie nicht mehr aktiv, lieferte keine Treiber-Updates und bot keinen technischen Support. In den Kompatibilitätslisten führt das Unternehmen entsprechende Geräte schon länger mit Auslauf-Vermerk. Neuere Modelle der 23er-Generation sowie die HD-, FS-, SA- und XS-Serien ab 2022 unterstützen USB-Drucker ohnehin nicht mehr.
Betroffen sind vor allem Nutzer älterer Drucker ohne eigene Netzwerkschnittstelle, die diese bislang über das NAS im Heimnetz freigegeben haben. Wer das Gerät weiter betreiben will, muss auf Alternativen ausweichen: Auf Docker-fähigen Modellen lässt sich ein CUPS-Printserver als Container betreiben, der das USB-Gerät durchreicht und optional AirPrint bereitstellt. Ebenso können auch Einplatinenrechner wie der Raspberry Pi, dedizierte Hardware-Printserver oder Router mit integriertem USB-Druckerserver die Aufgabe übernehemen.
Anwender sollten die Umstellung vor dem kommenden Major-Update einplanen, danach steht der am NAS angeschlossene Drucker nämlich still.
Letzte Aktualisierung am 15. August 2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API