Qualcomm erhöht Chippreise: Smartphones könnten teurer werden
Wer in den kommenden Monaten ein neues Smartphone kaufen möchte, muss sich möglicherweise auf höhere Preise einstellen. Qualcomm hat seine Kunden laut Medienberichten darüber informiert, dass ab dem 1. September 2026 Preiserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich für seine Chips gelten sollen. Da der Konzern zu den wichtigsten Entwicklern von Smartphone Prozessoren zählt, dürfte die Entscheidung große Teile des Marktes betreffen.
Als Ursache nennt Qualcomm anhaltende Engpässe in der Lieferkette sowie gestiegene Kosten bei Zulieferern. Der starke Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz beansprucht weltweit immer mehr Fertigungskapazitäten und Speicher. Dadurch wird die Produktion vieler Chips für Smartphones, Tablets, Notebooks und andere mobile Geräte deutlich teurer.
Die höheren Einkaufspreise treffen zahlreiche bekannte Hersteller, die auf Snapdragon Prozessoren setzen. Dazu gehören unter anderem Samsung, Xiaomi und Meta. Es gilt als wahrscheinlich, dass ein Teil der zusätzlichen Kosten an die Käufer weitergegeben wird. Vor allem neue Geräte, die im Herbst auf den Markt kommen, könnten deshalb mit höheren Verkaufspreisen starten.
Für Verbraucher bedeutet das nicht zwangsläufig, dass jedes Smartphone sofort teurer wird. Lagerbestände und bestehende Lieferverträge können den Effekt zunächst abfedern. Mittelfristig spricht jedoch vieles dafür, dass sich die steigenden Chipkosten in den Preisen neuer Smartphones und anderer mobiler Geräte bemerkbar machen werden.