Kehrtwende in Tonga macht illegale Streamingportale angreifbar

Lange galten Internetadressen mit der Endung ".to" als sicherer Rückzugsort für illegale Streamingportale. Nun hat das Königreich Tonga jedoch die Domains von s.to und bs.to gesperrt. Die Seiten sind darüber nicht mehr erreichbar und zeigen stattdessen nur noch eine Fehlermeldung an.

Auslöser dürfte eine gerichtliche Anordnung aus Indien sein. Demnach wurde eine dynamische Sperrverfügung erlassen, die sich nicht nur gegen bestehende, sondern auch gegen neu registrierte Domains richtet. Möglich wurde die Umsetzung offenbar erst nach einem Wechsel des zuständigen Registrars, der die Deaktivierung der Domains technisch durchführen konnte.

Die Betreiber der betroffenen Portale waren auf diesen Schritt vorbereitet und verweisen bereits über eine alternative Internetadresse auf ihre Plattform. Dort erklären sie außerdem, wie sich Sperren umgehen lassen. Im Vergleich zu früheren DNS Sperren ist die Abschaltung der eigentlichen Domain allerdings ein deutlich schwerwiegenderer Eingriff.

Ob Tonga diesen Kurs dauerhaft beibehält, bleibt abzuwarten. Die .to-Endung war über Jahre besonders bei Torrent und Streamingseiten beliebt und galt als vergleichsweise sicher. Sollte das Königreich künftig konsequent gegen entsprechende Domains vorgehen, könnte das jedoch den Ruf der Endung nachhaltig verändern und ihre Attraktivität für solche Angebote deutlich verringern.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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