Ein Ort voller Gefahren: Ist das sichere Bewegen im Darknet möglich?

Das sorglose Surfen im Netz soll sicher sein und Spaß bereiten. Allerdings können User durch unbedachtes Klicken und Forschen an Orte im Internet gelangen, deren Natur kriminell und illegal ist. Das Darknet ist der dunkle Teil des digitalen Raums, an dem dubiose Geschäfte stattfinden, von denen es gilt, sich fernzuhalten. Damit keine falsche Abzweigung genommen wird, sollten die folgenden Tipps bedacht werden.

Es klingt wie eine urbane Legende, doch die Existenz ist kaum zu bestreiten: Es gibt einen dunklen Part im Internet, in dem Illegalität ein Zuhause gefunden hat. Das Darknet hat sich als paralleler Raum entwickelt, an dem der Handel mit sämtlichen Waren floriert. Grenzen sind in diesem Bereich kaum vorhanden. Was gewünscht wird, ist auf einem der zahlreichen Handelsplätze garantiert zu finden.

Anonymität ist das Zauberwort, welches im Darknet für regen Betrieb sorgt. Obwohl die landläufige Meinung keineswegs falsch ist, dass wenig Gutes auf den entsprechenden Websites vor sich geht, nutzen auch Journalisten und Informanten Kommunikationswege im Darknet, wie ExpressVPN berichtet. Der Grund ist, dass die Zurückverfolgung von Absendern kaum möglich ist. Auf diese Weise können Whistleblower oder Verantwortliche von Leaks ihre Informationen schneller austauschen. Dass diese zum Aufdecken von Missständen oder gesellschaftlichen Diskussionen führen können, bewies in der Vergangenheit der Fall Edward Snowden oder Chelsea Manning. Letztere veröffentlichte erst im vergangenen Jahr ihre Autobiografie, wie Süddeutsche Zeitung berichtet.

Zutritt nur über spezielle Browser

Bedenken, dass der Zutritt ins Darknet beim unachtsamen Surfen im Internet erfolgt, muss niemand haben. Über die klassischen Möglichkeiten wie Google oder einem Firefox-Browser stolpert niemand in das Darknet. Erst die Nutzung eines Tor-Browsers öffnet den Zugang, der mit viel Sorgsamkeit durchgeführt werden sollte. Wer aus Recherchegründen in diese Bereiche abtauchen muss, sollte in jedem Fall einen starken VPN-Zugang nutzen, um ein gewisses Maß an Anonymität zu wahren. Damit ist der ausreichende Schutz aber noch lange nicht gewährleistet: Professionelle Technik und Insiderwissen gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, um die zahlreichen Fallstricke zu umgehen.

Selbst wenn gute Absichten bestehen, das Darknet zu betreten, lauert die Gefahr hinter jedem Klick. Es gibt zahlreiche User, die Unwissenheit ausnutzen und Geld, Daten oder sensible Informationen abgreifen. Es ist ratsam, diesen Weg ausschließlich mit einer vertrauten Person zu gehen, die Erfahrungen auf diesem Gebiet besitzt.

Schutz ist Wunschdenken

Ein 100 %-iger Schutz kann im Darknet nie garantiert werden. Allein die Tatsache, dass dieser Ort existiert, schließt einen hohen Sicherheitsfokus aus. Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, anonyme Zahlungsmittel wie Kryptowährungen oder anonyme Messengerdienste gehören zu den Vorbereitungen, die wichtig sein können.

Grundsätzlich gilt: Das Darknet ist ein legaler Ort. Was ihm jedoch den schlechten Ruf verpasst, sind die Personen, die mit illegalen Handlungen aktiv werden. Der grundlegende Gedanke, anonym zu surfen und Rückschlüsse auf Personen zu vermeiden, ist positiv zu bewerten und findet im Internet aufgrund von Cookies, Marketing-Trackern oder Werbeanzeigen nicht mehr statt. Jeder Schritt ist nachvollziehbar und wird ausgewertet. Somit ist deutlich, dass eine lobenswerte Idee in falschen Händen ist. Eine gute Übersicht, welchen Gefahren sich User aussetzen und dezidierte Aufklärung über das Darknet und seine Tücken liefert das BSI (Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik).



(Symbolbild: Xgadget.de)
Datum:
27.04.2023, 00:34 Uhr
Aktualisiert:
27.04.2023, 00:46 Uhr
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