Der Glücksspielstaatsvertrag und seine Änderungen in deutschen Casinos

Glücksspiel gehört seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Spielvarianten der Menschen. Bereits die alten Römer kannten Würfel und spielten stellenweise um Haus und Hof. Heute braucht es keine illegalen Hinterzimmer, um bei vielfältigen Spielen das Glück herauszufordern. Und mit Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags ist Online-Gambling nun auch in Deutschland legal. Doch manchmal lohnt es sich, ein in Europa oder Curacao lizenziertes Casino zu besuchen, denn die Restriktionen in Deutschland sind hart.

Einschränkungen im Bereich der Tischspiele

Bekannte und beliebte Casinos, wie www.tuskcasino.com/de/live-casino bieten ein großes Portfolio an abwechslungsreichen Spielen, die auch Tischspiele umfassen. Möglich ist das, weil die Lizenz aus Curacao stammt. Damit gehört das Casino zu den seriösen Anbietern, die allerdings nicht an die massiven Einschränkungen des Glücksspielstaatsvertrags in Deutschland gebunden sind.
Diese sehen vor, dass Tischspiele wie Roulette, aber auch Baccarat und Blackjack nicht mehr online gespielt werden dürfen. Ein Schock für die meisten Gambler, denn sie gehörten neben den Spielautomaten zu den beliebtesten Abwechslungen.

Experten sind sich einig, dass das Verbot von Tischspielen, wie im GlüStV festgesetzt, keinen Beitrag zur Prävention vor Spielsucht leisten wird. Denn: Die am häufigsten gespielten Angebote sind nach wie vor Automatenspiele. Roulette und Co. werden auch in den niedergelassenen Spielbanken angeboten und wenn eine staatliche Regelung den Online-Zugriff verbietet, suchen sich Gambler Alternativen, zu Recht!

Einschränkungen auch beim Automatenspiel

Das Automatenspiel ist für die deutschen Spieler im deutsch-lizenzierten Casino weiterhin erlaubt, aber mit Einschränkungen. So darf beispielsweise nur noch ein Maximaleinsatz von 1,00 € pro Spin gesetzt werden. Für High Roller eine echte Katastrophe, denn sie haben stellenweise bis zu 10,00 € pro Runde gesetzt. Auch wurden Jackpot-Slots schlichtweg aus dem Programm genommen. Progressive Jackpots, bei denen jeder Spin die Gewinnsumme erhöhen konnte, dürfen in Casinos mit deutscher Lizenz nicht mehr gespielt werden.

Weiterhin wurde die komfortable Bedienung der Slots massiv beeinträchtigt. So muss zwischen zwei Spins eine Zeit von mindestens fünf Sekunden vergehen. Das beliebte Quick-Play oder auch die Auto-Play-Funktion wurden ersatzlos abgeschafft. Laut GlüStV soll es den Spielern ermöglicht werden, jeden Spin vorab zu überdenken. In der Praxis handelt es sich hierbei aber um nichts weiter als eine Gängelung, die einen echten Spieler nicht davon abhält, weitere Runden am Slot zu drehen.

Nach einer Stunde Spiel ist dann aber auch für fünf Minuten Schluss. Das Casino meldet den Spieler automatisch ab und weist ihn darauf hin, dass bereits eine Spielzeit von 60 Minuten vergangen ist. Die gemachten Einsätze, sowie Verluste und Gewinne werden angezeigt und nach fünf Minuten darf das nächste Spiel gestartet werden. Bleibt abzuwarten, ob sich der Präventionsschutz bezüglich Spielsucht durch diese Maßnahmen erhöhen lässt.

Keine doppelten Anmeldungen mehr möglich

Ein vernünftiger Ansatz hingegen ist, dass künftig noch genauer kontrolliert wird, wer sich im Online-Casino registriert. Der Upload von Personalausweis und persönlichen Nachweisen reicht nicht mehr aus, stattdessen erfolgt die Verifizierung per Video-Call. Diese Maßnahme dient vor allem dem Schutz des Casinos und soll verhindern, dass Gambler Bonusangebote ausnutzen und sich mehrmals registrieren. Ein verständlicher und nachvollziehbarer Schritt, allerdings sind Doppelanmeldungen in allen seriösen Casinos verboten.

Die Video-Verifizierung hingegen ist für viele Spieler eine unangenehme Herausforderung. Es ist etwas anderes, ob Sie bei einer Auszahlung Ihren Personalausweis hochladen und so nachweisen, dass Sie tatsächlich zur Auszahlung berechtigt sind oder ob Sie im Livegespräch mit einer anderen Person sprechen müssen.

Zentrale Sperrdatei für ganz Deutschland

In Sachen Datenschutz diskutieren Experten vor allem über die zentrale Sperrdatei, die den landesweiten Ausschluss einzelner Spieler möglich machen soll. Wenn ein Spieler problematisches Verhalten am Slot zeigt, soll er auch aus allen anderen deutschen Casinos ausgesperrt werden. Üblich ist eine freiwillige Selbstsperre von 24 Stunden, die auch von Casinos ermöglicht wird, die keine deutsche Lizenz haben.

Eine vom Casino ausgelöste Sperre, die für alle anderen Casinos gilt, ist allerdings ein Eingriff in die Privatsphäre, die sehr kritisch betrachtet wird. Selbst wenn eine Spielsucht vorliegt, muss in gewisser Weise auch an Eigenverantwortung appelliert werden. Immerhin wird es einem Alkoholiker auch nicht verboten, sich in der Kneipe das nächste Bier zu bestellen. Fraglich, ob es diesbezüglich Klagen seitens der Betreiber von legalen Casinobetrieben geben wird.

Wer die zentrale Sperrdatei überwacht, war lange unklar. Die Aufgabe des Bundes bestand darin, eine Taskforce zu gründen, die sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Die Vorgaben gehen allerdings noch weiter. Die Datei wird nicht nur dazu genutzt, kritische Spieler dauerhaft oder vorübergehend auszusperren, sondern auch dafür, die Einsätze zu regulieren.

So dürfen alle Spieler, unabhängig von ihrem Spielverhalten, nur noch maximal 1.000 Euro pro Monat im Casino einzahlen. Dies ist insbesondere aus einem Aspekt grotesk! Ein Mensch, dessen Einkommen sehr gering ausfällt, ist mit einer Einzahlung von 1.000 Euro bereits am Limit angelangt. Eine Person hingegen, die mehrere Tausend Euro pro Monat einnimmt, kann sich durchaus auch höhere Einzahlungen erlauben. Es gibt schließlich auch keine Vorgaben dahingehend, wie viel Geld Menschen pro Monat für andere Hobbys ausgeben dürfen.



(Bild: Xgadget.de)
Datum:
13.11.2021, 00:05 Uhr
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