Cyberangriff bei Rockstar Games – Datenleck sorgt erneut für Unruhe
Rockstar Games steht erneut im Fokus eines Cyberangriffs, denn das Unternehmen bestätigte, dass es zu einem Sicherheitsvorfall kam, bei dem eine begrenzte Menge interner Daten entwendet wurde. Laut Rockstar handelt es sich dabei jedoch nicht um kritische Informationen und weder der Betrieb noch die Spieler seien betroffen.
Hinter dem Angriff soll die bekannte Gruppe ShinyHunters stecken, die Rockstar öffentlich unter Druck setzt und eine Frist für eine Kontaktaufnahme gestellt hat. Ziel ist offenbar eine Lösegeldzahlung, um die Veröffentlichung der gestohlenen Daten zu verhindern. Konkrete Details zu Umfang und Inhalt der Daten sind bislang nicht bekannt.
Der Angriff steht offenbar im Zusammenhang mit einem Drittanbieter und betrifft Systeme rund um den Cloud-Dienst Snowflake. Als möglicher Einstiegspunkt gilt das Analyse-Tool AnoDot, das von Rockstar zur Überwachung von Daten und Kosten genutzt wird. Berichten zufolge verschafften sich Angreifer Zugriff über kompromittierte Zugangsdaten, was auf ein Sicherheitsproblem bei AnoDot hindeutet. Das Unternehmen hat bereits reagiert und Teile seiner Infrastruktur vorübergehend abgeschaltet.
Der Vorfall reiht sich damit in eine lange Serie von Angriffen auf Rockstar ein. Bereits in der Vergangenheit wurden ebenfalls sensible Inhalte entwendet und veröffentlicht.